Deutsche Kristina Vogel zu Gold

17. August 2016, 11:45
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Mit Gold im Sprint hat sie das schlechteste Abschneiden der deutschen Radsportler seit 60 Jahren verhindert

Rio de Janeiro – Ihr schwarz-rot-goldener Sattel flog nach der Ziellinie krachend auf die Bahn, da hatte Kristina Vogel Gold im Bahnsprint bereits in der Tasche. Und das mit nur vier Tausendstelsekunden Vorsprung auf die Britin Rebecca James. Als der Triumph nach bangen Momenten des Wartens feststand, ließ sie sich hinterrücks aufs Holz fallen.

"Ich habe einfach meinen Scheißsattel verloren. Ich dachte: Okay, das war's!", sagte Vogel: "Dann hab ich gemerkt, ich habe gewonnen. Ich hatte kurz das Gefühl, auf die Fresse zu fallen. Der Sprint ist die Königsdisziplin, das macht mich so, so stolz."

Viel deutete bereits auf das schlechteste Abschneiden bei Sommerspielen seit 60 Jahren hin, als es in Melbourne nur einmal Bronze für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gegeben hatte. Doch dann versetzte Vogel den deutschen Radsport in Brasilien doch noch in Feierstimmung. Und zwar in beeindruckender Manier.

Vogel, das nur 1,60 m große Kraftpaket, war zu stark für James. Sie raste mit einem 2:0 zu Gold. Es war ein geschichtsträchtiger Triumph für die siebenmalige Weltmeisterin – der erste deutsche Einzel-Olympiasieg im Frauen-Sprint. (sid, 17.8.2016)

  • Kristina Vogel: "Ich habe einfach meinen Scheißsattel verloren."
    foto: reuters/childs

    Kristina Vogel: "Ich habe einfach meinen Scheißsattel verloren."

  • Da liegt er.
    foto: apa/afp/baker

    Da liegt er.

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