Brasilien greift im Beach-Volleyball zweimal nach Gold

17. August 2016, 11:29
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Alison/Bruno sowie Agatha/Barbara im Endspiel, wo jeweils europäische Paare warten

Rio de Janeiro – Erst der Schock, dann die Erleichterung: Brasilien darf beim olympischen Beach-Volleyball-Turnier von Rio de Janeiro sogar mit zwei Goldmedaillen spekulieren. Bei den Frauen blieb erst die topgesetzte Paarung Larissa/Talita auf der Strecke, doch Agatha/Barbara sprangen in die Bresche. Im Männerbewerb zogen die topgesetzten Alison Cerutti/Bruno Oscar Schmidt programmgemäß ins Endspiel ein.

Agatha/Barbara warfen sensationell die US-Amerikanerinnen Kerri Walsh Jennings/April Ross aus dem Bewerb. Die Brasilianerinnen setzten sich überraschend klar mit 2:0 (20,18) durch und beendeten Walshs Traum vom vierten olympischen Gold in Serie. Mit Misty May-Treanor hatte die inzwischen 38-Jährige 2004, 2008 und 2012 triumphiert.

Bei den Männern besiegten Alison/Bruno die Niederländer Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen erst im Entscheidungssatz mit 16:14. Der bärtige Alison, deshalb und wegen seiner Körpergröße von 2,03 m "Mammut" genannt, band wiederholt das Heimpublikum ein.

Nur gegen Doppler/Horst vorbei

"Ich habe in die Menge gerufen, weil ich sehe, welche Angst das Publikum auf der anderen Seite des Netzes bewirken kann", sagte Alison. Mit seinem Partner Bruno setzte es in Rio bisher nur eine Niederlage – in der Gruppenphase gegen die Österreicher Clemens Doppler/Alexander Horst.

Die 12.000 Zuschauer fassende Arena direkt an der Copacabana hat es Alison angetan. "Es ist ein wirklicher Kessel und sicher eine der weltbesten Arenen", meinte der 30-Jährige. Im Endspiel gegen Paolo Nicolai/Daniele Lupo hofft er ein weiteres Mal auf den Heimvorteil. Die italienischen Europameister, die erst über die Hoffnungsrunde ins Achtelfinale gekommen waren, setzten sich in der Abend-Session gegen das russische Duo Konstantin Semenow/Wjatscheslaw Krasilnikow mit 2:1 (-15,16,13) durch.

Zuvor hatten Larissa und Talita den Heimbonus nicht zu nützen gewusst. Gegen die groß aufspielenden Klagenfurt-Siegerinnen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst aus Deutschland machten die Weltranglisten-Ersten nur 30 Punkte und mussten sich deutlich mit 0:2 (-18,-12) geschlagen geben. (APA, 17.8.2016)


  • Bruno Oscar Schmidt voll der Freude.
    foto: reuters/olivares

    Bruno Oscar Schmidt voll der Freude.

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