Windows 10 bekommt holografischen Desktop

17. August 2016, 13:12
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Windows Holographic wird kommendes Jahr fixer Bestandteil des Betriebssystems von Microsoft

Wenn sich die gesamte Branche auf einen Trend geeinigt hat, gibt es kein Entkommen: Neben Wearables gibt es aktuell noch ein zweites Zukunftsthema, in das aktuell praktisch alle Hersteller investieren: Virtual Reality, ob in Mischung mit der Realität oder vollständig getrennt, soll das "nächste große Ding" sein, so zumindest die Hoffnung einer Branche, die auf der Suche nach einem neuen Wachstumsmarkt ist.

Holographic

Besonders umtriebig gibt sich dabei Microsoft: Mit der HoloLens entwickelt man derzeit an einem eigenen "Augmented Reality"-System, zudem soll aber auch Windows für die virtuelle Realität gerüstet werden. Unter dem Namen "Windows Holographic" arbeitet das Unternehmen derzeit an einer eigenen Desktop-Umgebung für die dreidimensionale Umgebung. Da deren Darstellung optional mit der realen Welt gemischt werden kann, spricht Microsoft hier von "mixed reality".

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Wie sich Microsoft die Zukunft mit Windows Holographic vorstellt.

Dass Microsoft dieses Projekt betreibt, ist schon seit einigen Monaten bekannt, nun liefert das Unternehmen aber erstmals einen Zeitplan, und dieser kann durchaus überraschen: Bereits im kommenden Jahr soll Windows Holographic ein fixer Bestandteil von Windows 10 werden, und als Update an bestehende Nutzer ausgeliefert werden.

Anforderungen

Microsoft betont, dass hierfür kein High-End-Gaming-PC nötigen sein wird. So soll Windows Holographic selbst mit dem Intel-Mini-Rechner NUC und dessen integriertem Grafik-Chipsatz Iris problemlos laufen. In einem Demovideo zeigt man dabei, wie die eigene Oberfläche auf dem NUC mit 90 Bildern pro Sekunde läuft.

Der Softwarehersteller betont dabei, dass Windows Holographic nicht bloß mit der eigenen HoloLens zusammenarbeiten,sondern auch für andere Hardware geöffnet werden soll. So könnte sich der Desktop also schon nächstes Jahr auch mit Oculus Rift oder mit HTC Vive nutzen lassen. Bis Ende des Jahres wollen Microsoft und Intel zudem gemeinsam eine Spezifikation für Virtual-Reality-Brillen ausarbeiten, um hier Minimalanforderungen für "Mixed Reality"-Anwendungen festzulegen. (red, 17.8.2016)

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