Drogen trieben US-Studenten offenbar zu Mord

17. August 2016, 08:23
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19-Jähriger rastete aus und biss sich in Gesicht von Opfer fest

Miami – Der mutmaßliche Konsum einer gefährlichen chemischen Droge hat einen Studenten in Florida offenbar zu einer Wahnsinns-Mordtat getrieben. Der 19-Jährige erstach in Tequesta nördlich von Miami ein offenbar willkürlich ausgewähltes Ehepaar, biss sich im Gesicht eines Getöteten fest und riss ihm mit bloßen Zähnen Gewebestücke heraus, teilte die Polizei am Dienstag (Ortszeit) mit.

Beamte fanden den Studenten grunzend und knurrend auf der Zufahrt zum Haus der Opfer vor, wo er sich an dem Leichnam zu schaffen machte. Er habe bei der Tat "abnorme Kräfte" entwickelt, sagte Sheriff William Snyder. Die Opfer hätten "derart viele Verletzungen und massive Gewalteinwirkungen erlitten, dass der Gerichtsmediziner wahrscheinlich einige Zeit benötigen wird, bis er uns eine genaue Beschreibung geben kann", sagte der Sheriff.

Teenager bislang nicht aufgefallen

Die Opfer, ein 59-jähriger Mann und seine 53 Jahre alte Ehefrau, hätten sich erfolglos gegen die Attacke gewehrt, sagte der Polizist. Es seien mehrere Beamte, ein Polizeihund und eine Schreckschusspistole nötig gewesen, um den 19-Jährigen von seinen Opfer loszureißen. Der Teenager sei bisher nicht als gewalttätig aufgefallen. Zu den Opfern bestehe offenbar keinerlei Beziehung.

Die Polizei vermutete, der Täter sei unter dem Einfluss einer Droge gestanden, die als "Flakka" oder "Badesalz" bekannt ist. "Aus unserer Arbeit wissen wir, dass Menschen auf 'Flakka' dieses Verhalten zeigen, dass sie Menschen attackieren, zubeißen und regelrecht Fleischstücke herausreißen", sagte Sheriff Snyder. Allerdings stünden die Befunde im vorliegenden Fall noch aus.

Die billige, sehr wirksame und hochgefährliche Droge verbreitet sich derzeit in Florida. Hergestellt wird sie hauptsächlich in China. Ihre chemische Zusammensetzung gleicht jener von Badesalz. (APA/AFP, 17.8.2016)

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