Rang 12 für die Alexandris

17. August 2016, 06:58
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Schwache Bewertung verhinderte bessere Platzierung – Neue Choreografie soll wieder von Ermakowa kommen und Vorzüge der Schwestern betonen

Rio de Janeiro – Für die Synchronschwimmerinnen Anna Maria und Eirini Marina Alexandri hat es im olympischen Duett-Finale zu keiner Rangverbesserung gereicht. Als Vorkampf-Zwölfte für die Entscheidung qualifiziert und aufgrund des Technik-Teils von Platz elf aus in die Konkurrenz gegangen, landeten die Drillingsschwestern am Dienstag in Rio de Janeiro mit 170,5970 Punkten auf Platz zwölf.

Die Freie Kür der Geschwister wurde zwar bei 85,5333 Zählern um rund drei Zehntel besser als am Sonntag im Vorkampf bewertet, als allerdings ein kleiner Fehler dabei gewesen war. Allgemein wurde empfunden, dass die Leistung zur schwierig zu schwimmenden Musik von Schwanensee unterbewertet wurde. Selbst von brasilianischen Zuschauern hatte es zunächst begeisterten Applaus und dann nach der Benotung Pfiffe gegeben.

"Die Choreographie, die sie schwimmen, ist diese klassische, unglaubliche, fantastische Musik aus Schwanensee", erklärte Alexandri-Coach Albena Mladenowa. "Es sind keine einfachen Bewegungen dabei. Sie müssen die Musik erzählen. Sie machen nicht einfach Beine oder Arme, sondern alle Bewegungen sind über die Musik gemacht. Das ist schwer, wirklich schwer." Trainer und Sportlerinnen wüssten das, Wertungsrichter aber scheinbar oft nicht so.

Eirini Marina Alexandri meinte, dass sie ein bisschen mehr Stress als im Vorkampf gehabt habe, sprach aber dann aus, was sich viele dachten. "Die anderen müssen mehr Punkte bekommen, weil sie viel älter als wir sind", meinte die 18-Jährige. "Die Wertungsrichter müssen noch dazulernen. Aber alle sagen, dass die Zukunft uns gehört." Anna Maria vermutete, dass erstmals zwei Schwimmerinnen zusammen so jung in einem Olympia-Finale waren.

In der Vorstellung der Alexandris war auch viel Emotion dabei, da sie ihre Schwanensee-Kür zum letzten Mal in einem Wettkampf gezeigt haben. Nach der Abreise aus Rio am Montag, einem Urlaub sowie der vorgezogenen Matura in Biologie und Geografie geht es ans Einarbeiten einer neuen Choreografie. Diese soll wie zuletzt mithilfe von Anastasia Ermakowa erstellt werden, Olympiasiegerin 2004 und 2008.

Vorgespräche mit der Russin habe es laut Mladenowa schon gegeben. Das Einstudieren soll in Savona in Italien erfolgen, wo die derzeit schwangere Ermakowa lebt. Die Alexandris sind Feuer und Flamme für die Zusammenarbeit mit der Größe ihres Sports. "Aber wir werden etwas ganz Anderes machen, keine klassische Musik", sagte Anna Maria. Fünf Tage lang sieben Stunden täglich müsse daran gearbeitet werden, bis es einstudiert ist.

Für Mladenowa ist klar, dass die neue Kür die Vorzüge ihrer Schützlinge betonen soll. "Sie haben eine fantastische Technik, sie sind leicht. Sie können sich unglaublich schnell bewegen. Sie können flüssige Bewegungen machen und haben eine fantastische Beweglichkeit. Das werden wir für die Choreografie nützen", umriss sie die Pläne. "Wenige Schwimmerinnen können das, was sie können. Synchronschwimmen ist eine Kunst, die sie beherrschen."

Der Titel in Rio de Janeiro ging an Natalja Ischtschenko/Swetlana Romaschina. Die Russinnen wiederholten ihren Sieg der Spiele 2012 von London und setzten sich mit 194,9910 Punkten gut 2,6 Zähler vor den Chinesinnen Huang Xuechen/Sun Wenyan sowie weitere gut 4,3 Punkte vor den Japanerinnen Yukiko Inui/Risako Mitsui durch. Damit blieb auf den Medaillenplätzen die Reihung aus dem Vorkampf bestehen. (APA, 17.8.2016)

  • Die Welt der Alexandris von unten.
    foto: reuters/wermuth

    Die Welt der Alexandris von unten.

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