Palästinenser stirbt bei israelischer Razzia im Westjordanland

16. August 2016, 18:12
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Armee geht gegen illegalen Waffenbesitz bei Hebron vor

Jerusalem/Hebron – Bei einer Razzia der israelischen Armee in einem Flüchtlingslager bei Hebron ist am Dienstag ein Palästinenser getötet worden. Dutzende weitere Palästinenser wurden verletzt. Der Tote sei 17 Jahre alt gewesen und habe eine Schussverletzung erlitten, teilte das Krankenhaus in Hebron mit. Darüber hinaus sind nach Angaben des Roten Halbmondes rund 40 Palästinenser verletzt worden.

Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv teilte mit, die Truppen seien über Nacht in das Al-Fawar-Lager im südlichen Westjordanland eingedrungen, um dort illegale Waffen einzusammeln.

"Hauptanstifter der Krawalle"

Dabei seien sie von Dutzenden von Einwohnern mit Sprengsätzen und Steinen beworfen worden. Soldaten hätten daraufhin mit Kleinkaliber-Patronen auf Hauptanstifter der Krawalle geschossen.

Bei dem Einsatz seien bereits mehrere Waffen sowie Munition gefunden worden, darunter zwei selbstgebaute Kurzwaffen. Die Sprecherin konnte sich nicht zu Berichten äußern, wonach Soldaten Sanitäter bei der Versorgung der Verletzten behindert haben sollen. (APA, 16.8.2016)

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