Verunsicherung von Reisenden nach Unister-Pleite wächst

16. August 2016, 15:22
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Kunden von ab-in-den-urlaub.de und Co bangen um Weiterleitung ihres Gelds an Hotels und Veranstalter

Nach der Pleite des Leipziger Internetunternehmens Unister wächst nach Angaben von Verbraucherschützern die Verunsicherung von Kunden bei der Buchung von Reiseleistungen. Derzeit meldeten sich zunehmend verunsicherte Verbraucher, die um die "ordnungsgemäße Durchführung ihrer bald anstehenden Reisen" fürchteten, teilte die Verbraucherzentrale Sachsen am Montag mit.

Bezahlt, aber nicht weitergeleitet

Sorgen bereitet demnach den Kunden vor allem die Frage, ob Unister-Unternehmen das eingezogene Geld auch an Hotels und Reiseveranstalter weitergeleitet haben.

Die deutsche Verbraucherzentrale schilderte einen Fall, wonach eine Urlauberin erst nach der Ankunft in ihrem Hotel auf Kreta erfahren habe, dass dieses vom entsprechenden Unister-Portal keine Zahlung erhalten habe. Sie sei daraufhin zurückgeflogen und fordere nun Entschädigung von der Versicherung des Veranstalters.

Reklamation nach der Reise

In einem anderen Fall sei einem Verbraucher auf Nachfrage von einem Unister-Unternehmen geantwortet worden, dass die Zahlung sicher sein "sollte". Bei Problemen vor Ort könne nach der Reise eine Reklamation eingereicht werden. Die Antwort sei jedoch nicht von dem Unister-Unternehmen gekommen, bei dem der Kunde gebucht und nachgefragt hatte, sondern von einem anderen.

Unister hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner tödlich mit dem Flugzeug verunglückt war. Mehrere Tochterfirmen rutschten danach ebenfalls in die Insolvenz. (APA, red, 16.8.2016)

  • Erst nach dem Abflug bemerkte eine Unister-Kundin, dass die Reisekosten, die sie bereits bezahlt hatte, nicht an ihr gebuchtes Hotel weitergeleitet wurden.
    foto: apa / jan woitas

    Erst nach dem Abflug bemerkte eine Unister-Kundin, dass die Reisekosten, die sie bereits bezahlt hatte, nicht an ihr gebuchtes Hotel weitergeleitet wurden.

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