Branchenverband will Anerkennung von Videospielen als Sport

16. August 2016, 14:21
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E-Sport soll nach Wunsch der Spielebranche künftig sogar olympisch werden

Der deutsche Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgefordert, elektronische Wettkämpfe per Computerspiel offiziell als Sportart anzuerkennen. "Wenn Deutschland hier nicht zeitnah mitzieht, droht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren und damit großes wirtschaftliches Potenzial zu verschenken", so der BIU-Geschäftsführer.

Viele andere Staaten seien beim sogenannten E-Sport bereits viel weiter, begründete Geschäftsführer Maximilian Schenk in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag seinen Vorstoß kurz vor der Eröffnung der Spielemesse Gamescom, die am Mittwoch in Köln beginnt. Rechtliche Privilegien, die der Gesetzgeber dem Sport zuerkenne, müssten auch für E-Sport gelten. Schenk sprach sich darüber hinaus für die Anerkennung von E-Sport als eine olympische Disziplin aus.

DOSB: Notwendige motorische Aktivität fehlt

Die Spiele-Branche teile nicht die Auffassung des DOSB, das E-Sport nicht die "notwendige motorische Aktivität" erfordere, um als echter Sport zu gelten. Der Verband verwies ferner darauf, dass sich Verbände wie die Electronic Sports League (ESL) schon seit Jahren national und international für die Anerkennung von E-Sport einsetzten, Gaming-Turniere zum Teil bereits ganze Stadien füllten und einige Staaten, darunter etwa Brasilien, E-Sport bereits offiziell als echte Sportart anerkannt hätten. (APA, 16.8.2016)

  • Spieler messen sich mittlerweile in internationalen Turnieren
    foto: ap/wasson

    Spieler messen sich mittlerweile in internationalen Turnieren

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