Personalabsprachen: Steger ließ Wrabetz abblitzen

16. August 2016, 12:35
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Es habe keine Personalabsprachen gegeben, sagte der wiedergewählte ORF-General, FP-Stiftungsrat Norbert Steger erzählt "TV-Media" das Gegenteil

Wien – Nach der Wiederwahl betonte der neue, alte Generaldirektor des ORF, es habe "keinerlei Personalabsprachen" gegeben. Ein Bericht im neuen TV-Media widerspricht dieser Behauptung. In einem Interview erzählt FP-Stiftungsrat Norbert Steger von einem Treffen zwischen ihm und Alexander Wrabetz vor der Wahl.

Bürger und Wehrschütz

Wrabetz habe ihm, Steger, ein Angebot gemacht, wonach ORF-Innenpolitikchef Hans Bürger Chef der "ZiB2" werden solle. Steger reagiert im Gespräch mit TV-Media mit Unverständnis "Ein Schwarzer sitzt dann mit lauter Roten dort. Der ist sicher ein ordentlicher Journalist, aber was soll das bringen? Ich will ja dort nicht eingreifen", sagt Steger.

Laut Steger habe es noch ein zusätzliches Angebot gegeben: "Dass der Herr Wehrschütz als Auslandskorrespondent verlängert wird." Der Osteuropa-Korrespondent Christian Wehrschütz gilt als FPÖ-nahe, sein Vertrag läuft Ende 2017 aus. Für Steger war offenbar auch das keine Option, er gab Wrabetz' Gegenkandidaten Richard Grasl seine Stimme. Alexander Wrabetz gibt laut ORF auf STANDARD-Anfrage "keinen Kommentar zu Personalspekulationen ab". (red, 16.8.2016)

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