Fast 130.000 Venezolaner binnen dreier Tagen in Kolumbien eingereist

16. August 2016, 08:41
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Bogotá öffnete wegen Krise im Nachbarland die Grenze wieder

Caracas/Bogotá – Seit der Wiedereröffnung der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela sind nach offiziellen Angaben zehntausende Venezolaner in das Nachbarland eingereist. Binnen dreier Tage hätten mehr als 127.000 Venezolaner die Grenze überquert, teilte die kolumbianische Einwanderungsbehörde am Montag mit. Das seien "beinahe genauso viele wie in den ersten sieben Monaten des Jahres insgesamt".

Venezuela hatte die Grenze vor einem Jahr geschlossen und dafür Sicherheitsgründe und den Kampf gegen Schmuggelaktivitäten angeführt. Die linksgerichtete venezolanische Regierung beschuldigte damals rechte kolumbianische Paramilitärs, einen Grenzposten angegriffen zu haben.

Wirtschafts- und Versorgungskrise

Am Samstag vereinbarten die Nachbarländer die Wiedereröffnung der Grenze, damit Venezolaner in Kolumbien einkaufen können. Venezuela durchlebt derzeit eine schwere Wirtschafts- und Versorgungskrise. Viele Grundnahrungsmittel und Medikamente sind in dem südamerikanischen Land nicht erhältlich.

In den vergangenen Wochen hatte Venezuela die Grenze bereits wiederholt kurzzeitig für Fußgänger geöffnet, um ihnen die Möglichkeit zum Einkaufen im Nachbarland zu geben. Derzeit sind fünf Grenzübergänge für 15 Stunden täglich offen. Die meisten der eingereisten Venezolaner kehren nach kolumbianischen Angaben abends wieder in ihre Heimat zurück. (APA, 16.8.2016)

  • Lange Schlangen am Grenzübergang zwischen Venezuela und Kolumbien am Wochenende.
    foto: apa/afp/george castellanos

    Lange Schlangen am Grenzübergang zwischen Venezuela und Kolumbien am Wochenende.

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