Mindestens zehn Menschen in mexikanischem Urlaubsort entführt

16. August 2016, 06:13
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Staatsanwaltschaft sieht Bandenkrieg im Hintergrund

Puerto Vallarta – Ein bewaffnetes Kommando hat in dem mexikanischen Badeort Puerto Vallarta mindestens zehn Menschen entführt. Zeugenaussagen zufolge stürmten mehrere Bewaffnete in den frühen Morgenstunden ein Restaurant in der Touristenhochburg und verschleppten ihre Opfer, wie die örtliche Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Offenbar handelte es sich bei den Entführten um Mitglieder einer kriminellen Organisation. Die Tat könnte im Zusammenhang mit Territorialkämpfen zwischen verfeindeten Banden stehen, sagte Staatsanwalt Eduardo Almaguer. Gerüchte, nach denen sich unter den Opfern auch Kinder des inhaftierten Drogenbosses Joaquin "El Chapo" Guzman befinden, bestätigte er nicht.

Verstärkte Patrouillen

Fahnder untersuchten die vor dem Restaurant geparkten Autos der Verschleppten. Die Ermittlungen dauerten an, sagte Staatsanwalt Almaguer. Gouverneur Aristoteles Sandoval wies die Sicherheitskräfte an, ihre Patrouillen zu verstärken.

Puerto Vallarta im Teilstaat Jalisco an der Pazifikküste ist ein beliebtes Urlaubsziel von Mexikanern und Ausländern. In der Region ist das Drogenkartell Jalisco Nueva Generacion aktiv. (APA, 16.8.2016)

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