Parlamentsumbau: Hohes Haus wird barrierefrei

15. August 2016, 10:57
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Nach Umbau fünf Prozent der Plätze per Rollstuhl erreichbar

Wien – Das Parlamentsgebäude in Wien soll nach der für die Jahre 2017 bis 2020 geplanten Generalsanierung größtenteils barrierefrei sein. Das gilt für den Zugang zu allen Ebenen, sämtliche Aufzüge, die WCs, vor allem aber auch für fünf Prozent der Plätze in den Sitzungssälen, Ausschusslokalen, Veranstaltungsräumen sowie auf den Besuchergalerien, so die Parlamentskorrespondenz am Montag.

"Die weitere Öffnung des Hauses ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Sanierungsprojekts, und der Zugang zum Haus der Demokratie muss für alle Menschen möglich sein", erklärte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) dazu.

Derzeit sind im Plenarsaal des Nationalrats Abgeordnete im Rollstuhl in die letzte Reihe verbannt. Künftig werden barrierefreie Plätze von der ersten bis zur letzten Reihe im Halbrund verteilt sein. Auch Bereiche, die öffentlich und für externe Nutzer (z.B. Journalisten) zugänglich sind, werden barrierefrei ausgestaltet.

Für Hörbeeinträchtigte werden induktive Höranlagen zur Verfügung gestellt. An neuralgischen Knotenpunkten wird das Zwei-Sinne-Prinzip angewandt: Es wird eine optische sowie eine akustisch oder taktile Orientierungshilfe eingerichtet. (APA, 15.8.2016)

  • "Der Zugang zum Haus der Demokratie muss für alle Menschen möglich sein", sagt Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ).
    foto: matthias cremer

    "Der Zugang zum Haus der Demokratie muss für alle Menschen möglich sein", sagt Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ).

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