OSZE beklagt Verstöße gegen Waffenstillstand in Ostukraine

15. August 2016, 10:36
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Vize-Missionschef Hug erhebt Vorwürfe gegen beide Konfliktparteien

Donezk – Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat sich besorgt über anhaltende Verstöße ukrainischer Truppen und prorussischer Separatisten gegen das Waffenstillstandsabkommen in der Ostukraine geäußert. "Nach dem über zwei Jahre andauernden Konflikt haben sich die Parteien auf beiden Seiten der Kontaktlinie tief eingegraben, die Situation ist ziemlich festgefahren."

Das sagte der stellvertretende Leiter der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Alexander Hug, am Montag im RBB-Inforadio. "Und hinter diesen Linien haben sich die Seiten natürlich für die weitergehenden Kämpfe eingerichtet. Es besteht steter Nachschub von Munition und auch Truppen, die rotieren. Und das sehen wir auf beiden Seiten gleichzeitig", fügte Hug hinzu. Häufig sei es kaum möglich, Kampfhandlungen zuzuordnen. Die OSZE-Beobachter würden immer wieder an ihrer Arbeit gehindert. Die Kontrolleure würden dabei auch "unter Waffengewalt zurückgehalten oder eingeschüchtert".

Seit Beginn des Konflikts zwischen prorussischen Rebellen und regierungstreuen ukrainischen Einheiten im April 2014 wurden mehr als 9.500 Menschen getötet. Auch wenn bereits mehrfach Waffenruhen vereinbart wurden, dauern die Kämpfe an. (APA, 15.8.2016)

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