Kurdischer TV-Journalist im Irak bei Kampfhandlungen getötet

14. August 2016, 20:58
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Kameramann begleitete Peschmerga-Kämpfer im Einsatz gegen den IS

Erbil – Im Irak ist ein kurdischer Reporter getötet worden, der über einen Angriff von Peschmerga-Kämpfern auf die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) berichtete. Der Kameramann Mustafa Said vom Fernsehsender Kurdistan TV sei durch Mörserbeschuss getötet worden, teilte der Besitzer des Senders, die Kurdische Demokratische Partei, am Sonntag mit.

Said war zusammen mit einem anderen Journalisten in der Nähe der IS-Hochburg Mosul (Mossul) unterwegs. Der Kollege wurde den Angaben zufolge bei dem Mörserbeschuss verletzt. Die Journalisten begleiteten kurdische Peschmerga-Kämpfer, die am Sonntag einen Angriff auf IS-Kräfte gestartet hatten. Mosul ist die letzte große irakische Stadt, die unter der Kontrolle des IS ist. Peschmerga-Kämpfer und irakische Regierungstruppen sind in den vergangenen Wochen von verschiedenen Seiten in Richtung Mosul vorgerückt.

Nach Angaben eines Peschmerga-Kommandanten gelang es den kurdischen Kämpfern am Sonntag, sechs von zehn Dörfern aus der Hand des IS zu befreien. Der Einsatz in einer zwischen Mosul und der irakischen Kurdenhauptstadt Erbil gelegenen Gegend sei durch Luftangriffe der US-geführten Militärallianz unterstützt worden, sagte der Kommandant Muwaffaq Zebari einem AFP-Journalisten, der sich an der Front aufhielt. (APA, 14.8.2016)

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