Ibrakadabra zaubert bei Debüt, Arsenal vs. Liverpool 3:4

14. August 2016, 17:04
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Ibrahimovic trifft in erstem Pflichtspieleinsatz für ManUnited, das sich bei Bournemouth 3:1 durchsetzt, Pogba muss auf ersten Auftritt noch warten – Spektakulärer Schlager in London – Guardiola degradiert Teamkeeper Hart

Manchester – Zlatan Ibrahimovic setzte am Sonntag bei seinem Debüt in der Premier League fort, was er in der Vorbereitung begonnen hatte: scoren für Manchester United. Zum Auftakt der Saison traf der schwedische Superstürmer beim 3:1 (1:0) der runderneuerten Mannschaft von Teammanagers José Mourinho gegen den AFC Bournemouth.

Spektakuläres bot das Spitzenspiel der ersten Runde: Liverpool setzte sich bei Arsenal mit 4:3 (1:1) durch. Vor 60.033 Zuschauern erzielten der Brasilianer Philippe Coutinho (45.+2/56.), Adam Lallana (49.) und Neuzugang Sadio Mané (63.) die Treffer für die stark aufspielenden Gäste. Für die Hausherren trafen Theo Walcott (31.), Alex Oxlade-Chamberlain (64.) und Calum Chambers (75.).

Bereits nach einer halben Stunde hätte Arsenal in Führung gehen können. Doch der zuvor selbst gefoulte Walcott scheiterte mit einem Foulelfmeter an Keeper Simon Mignolet. Neuverpflichtung Loris Karius konnte wegen einer Fraktur der rechten Hand nicht zwischen den Pfosten stehen. Bei Arsenal musste Neuzugang Granit Xhaka bis zur 67. Minute auf der Bank schmoren.

In der spannenden Schlussphase lief Liverpool Gefahr, seinen Drei-Tore-Vorsprung noch zu verspielen – Arsenal, das neben anderen auf Mesut Özil, Oliver Giroud, Laurent Koscielny und Per Mertesacker verzichten musste, kämpfte sich auf 3:4 heran, doch dabei blieb es.

Ibrahimovic: "Tue, was ich kann"

In Bournemouth tat sich ManUnited in der ersten Halbzeit zunächst schwer, der starke Juan Mata profitierte dann von einem katastrophalen Rückpass und brachte den Rekordchampion mit Glück in Front (40.). Erst nach der Halbzeitpause steigerte sich der ambitionierte Titelaspirant, der mit wahnwitzigen Transferausgaben in die Schlagzeilen geraten war. Wayne Rooney (59.) und Ibrahimovic (64.) sorgten für die Entscheidung, das Tor für die Gastgeber von der englischen Südküste erzielte Adam Smith (69.).

Ibrahimovic hat nun bei seinen Debüts in der Premier League, der Serie A, der Primera Division, der Ligue 1 und der Champions League getroffen. "Ich versuche einfach zu tun, was ich tun kann. Mein Job ist, der Mannschaft zu helfen", erklärte der Schwede im Anschluss trocken.

Henrich Mchitarjan, der von Borussia Dortmund verpflichtet worden war, wurde in der 76. Minute eingewechselt, blieb aber unauffällig.

Paul Pogba, der für eine Rekordablöse von 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu ManU zurückgekehrt war, musste sein Comeback bei den Red Devils hingegen verschieben. Der französische Mittelfeldmann durfte aufgrund einer Gelbsperre aus der vergangenen Saison beim italienischen Rekordmeister nicht eingesetzt werden.

Guardiola bootet Hart aus

Für Pep Guardiola war sein Debüt am Samstag auch ein 90-minütiger Crash-Kurs. "Es ist definitiv schwierig in dieser Liga. Hohe Bälle, weite Einwürfe, riesige Spieler – man ist erst sicher, wenn der Schiedsrichter abpfeift", sagte der neue Teammanager von Manchester City. Er musste froh sein, dass sein Starensemble dank eines Foulelfmeters und eines Eigentores den FC Sunderland mit 2:1 (1:0) niederringen konnte.

Ein Kampfspiel, an dessen Ende dem 45-Jährigen kaum mehr übrig blieb, als Teamgeist und Einsatzwillen zu loben: "Der Druck im ersten Heimspiel war enorm hoch. Aber ich bin sehr zufrieden damit, wie wir als Mannschaft aufgetreten sind. Darauf lässt sich aufbauen."

Bemerkenswert: die Ausbootung von Nationalkeeper Joe Hart. Guardiola stellte gegen Sunderland den Argentinier Willy Callero zwischen die Pfosten, beim Ausgleichstor der Gäste war der Südamerikaner machtlos. Doch auch Callero gilt nur als Zwischenlösung, nach Informationen der Daily Mail ist Rui Patricio erster Anwärter auf einen Stammplatz im Tor. Der frischgebackene Europameister steht zwar noch bis 2022 bei Sporting Lissabon unter Vertrag, soll jedoch gehen dürfen, wenn ein Interessent 45 Millionen Euro für den 28-Jährigen zahlen würde.

Linekers "Unterhose"

Ebenfalls am Samstag löste Gary Lineker seinen Wetteinsatz ein und moderierte die BBC-Sendung "Match of the Day" in Untergatte. Eben dies hatte der 80-malige Nationalspieler vor einem Jahr für den Fall versprochen, dass sein Stammklub Leicester die Meisterschaft holen würde. Er machte, ordentlich durchtrainiert, auch gute Figur – wenngleich debattiert werden konnte, ob seine Boxershorts tatsächlich als "Undies" durchgehen.

Lineker hatte für seinen Auftritt erst die Erlaubnis der BBC-Oberen einholen müssen. "Ich habe ihnen mehrmals gesagt: 'Bitte sagt mir, ich darf es nicht machen'", berichtete der 55-Jährige schmunzelnd. (sid, red, 14.8. 2016)

  • Ibrahimovic versetzt seinen Meister in Entzücken.
    foto: reuters/mckay

    Ibrahimovic versetzt seinen Meister in Entzücken.

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