Obernosterer: "Habe eine Lehrstunde erhalten"

14. August 2016, 19:45
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Wie auch schon für Baldauf nur 0:2-Niederlagen – 27-Jähriger verlor Match gegen Russen Malkow

Rio de Janeiro – Österreichs Badminton-Duo im ÖOC-Aufgebot für die Sommerspiele in Rio de Janeiro hat bei seinem Olympia-Debüt Lehrgeld zahlen müssen. Nachdem Elisabeth Baldauf in ihren zwei Spielen keinen Satz gewonnen hatte, hatte am Sonntag ihr Lebensgefährte David Obernosterer nach drei Partien auch diese Bilanz zu ziehen. Der 27-Jährige unterlag dem Russen Wladimir Malkow 0:2 (-11,-10).

Damit setzten die beiden Vorarlberger eine zweifelhafte Tradition fort, denn schon bei den London-Spielen war es für ein österreichisches Gespann ähnlich ausgegangen. 2012 hatten Simone Prutsch und Michael Lahnsteiner in je zwei Matches keinen Satz geholt. Baldauf hatte sich am Samstag gegen die Russin Natalia Perminowa gute Chancen ausgerechnet, Obernosterer wollte sich deren Landsmann Malkow vorknöpfen.

An den Winden der Klimaanlagen sei es diesmal nicht gelegen. "Das hat wenig Auswirkung gehabt", sagte Obernosterer. Vielmehr habe er seinen Gegner zu wenig vom Netz ferngehalten und vor allem im ersten Satz nicht die richtige Länge in seinen Schlägen gefunden. "Ich war zu kurz, zu lang oder zu flach. Er hat einen Angriff nach dem anderen eingebaut. Das ist seine große Stärke."

An einen Sieg gegen Malkow vor sechs Monaten konnte Obernosterer nicht anknüpfen. "Ich habe eigentlich eine Lehrstunde erhalten. Ich war über ganz, ganz wenige Strecken ebenbürtig mit ihm, habe zu wenig Touch am Netz gehabt und somit hat er das Netz dominiert und ist zu seinen Angriffsschlägen gekommen. Und dann wird es sehr, sehr schwer gegen ihn. Das Ziel des einen Sieges war damit nicht mehr zu erreichen."

Man müsse aber auch realistisch sehen, dass der ÖOC-Athlet unter den qualifizierten Spielern im letzten Viertel und daher in jedem Match Außenseiter gewesen sei. "Die Besten sind am Start, aber dennoch: Spieler auf dem Level kann ich schlagen. Aber meine Leistung war einfach nicht gut genug. Das Gefühl war nicht vorhanden. Er hat das routiniert heruntergespielt, hat seine Angriffe gesetzt und hat mich nie ins Spiel reinkommen lassen." (APA,red 14.8.2016)

  • Auf verlorenem Posten: David Obernosterer.
    foto: reuters/del pozo

    Auf verlorenem Posten: David Obernosterer.

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