Heimischer Mobilfunk-Diskonter darf nicht in Deutschland starten

13. August 2016, 10:56
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Spusu versucht den deutschen Markt zu erobern – Widerstand von Telefónica

Dem heimische Mobilfunk-Diskonter Mass Response wird mit Spusu offenbar Zugang zum deutschen Markt verwehrt. Schuld daran soll die Telefónica sein, wie das Unternehmen sagt. Spusu ist nämlich ein Provider ohne eigenem Netz und somit von einer Kooperation mit einem Netzbetreiber abhängig. In Österreich ist dies etwa 3, weitere Länder sollen in Zukunft in Angriff genommen werden.

Beschwerde bei EU-Kommission

In Deutschland gibt es vonseiten der Telefónice allerdings weiterhin Widerstand. Karl Katzbauer, Head of MVNO bei Mass Response betont jedoch, dass der Netzbetreiber im Zuge der Fusion von O2 und E-Plus von der EU-Kommission dazu verpflichtet wurde, andere Mobile Virtual Network Operators (MVNO) ans Netz zu nehmen. Mittlerweile wurde eine Beschwerde bei der Kommission eingebracht.

Bundeskartellamt begrüßt Spusu

Rückendeckung gibt es vom deutschen Bundeskartellamt, das in einem Schreiben betont, dass sie einen "Markteintritt eines virtuellen Netzbetreibers aus dem Ausland" begrüßen würden. "Wir bieten an, wozu wir nach den Auflagen verpflichtet sind. Zu einzelnen Verhandlungen äußern wir uns nicht", ließ ein Telefónica-Sprecher Golem.de ausrichten. (red, 13.08.2016)

  • Spusu beim Start in Österreich. Im Hintergrund das Museumsquartier.
    foto: sum

    Spusu beim Start in Österreich. Im Hintergrund das Museumsquartier.

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