Zika: Gesundheitsnotstand in Puerto Rico nach 10.000 Infektionen

13. August 2016, 10:30
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Auch mehr als tausend Schwangere in US-Außenterritorium von Virus betroffen

San Juan – Wegen mehr als 10.000 Zika-Infektionen haben die US-Behörden für das Außenterritorium Puerto Rico den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Entscheidung von Gesundheitsministerin Sylvia Burwell erlaube es der Regierung in Washington, "der puertoricanischen Regierung zusätzliche Unterstützung zu liefern", teilte ihr Ministerium am Freitag (Ortszeit) in Washington mit, ohne nähere Angaben zu machen.

In den vergangenen sieben Monaten infizierten sich in Puerto Rico nach Angaben der örtlichen Behörden 10.690 Menschen mit dem Zika-Virus, darunter 1.035 schwangere Frauen. Allein in der vergangenen Woche seien mehr als 1.900 Infektionen diagnostiziert worden.

Die von Mücken und in seltenen Fällen durch Geschlechtsverkehr übertragene Krankheit ist in der Regel ungefährlich. Bei Schwangeren kann sie jedoch dazu führen, dass ihre Babys mit Mikrozephalie geboren werden. In diesem Fall haben die Kinder einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsproblemen führen kann.

Zika hat sich seit vergangenem Jahr schnell in ganz Lateinamerika ausgebreitet. Im Juli meldete der US-Bundesstaat Florida die ersten Fälle in den USA, die sich nicht bei Auslandsreisen, sondern daheim mit dem Zika-Virus infiziert hatten. (APA, 13.8.2016)

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