Obernosterer verliert auch zweites Gruppenmatch

13. August 2016, 06:39
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Vorarlberger mit dem Vietnamesen Tien Min einen Satz lang auf Augenhöhe – Abschluss gegen Russen Malkow

Rio de Janeiro – Für David Obernosterer ist erwartungsgemäß auch im zweiten Badminton-Gruppenspiel der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro kein Sieg zu holen gewesen. Der Vorarlberger unterlag am Freitag dem ehemaligen WM-Dritten Nguyen Tien Minh aus Vietnam 0:2 (-18,-14), wobei er aber vor allem im ersten Satz eine sehr gute Figur abgab.

Obernosterer forderte den Weltranglisten-33. nämlich voll. Der Wahlwiener lag bis zum 18:17 teilweise deutlich in Führung, in der entscheidenden Phase war der Asiate aber zur Stelle. Im zweiten Durchgang war es dann die ehemalige Nummer fünf der Welt, die sich absetzte. Im Gegensatz zu Obernosterer gab der 33-Jährige die Führung nicht mehr ab.

"Im ersten habe ich ziemlich alles richtig gemacht, die Taktik ist aufgegangen. Dann habe ich leider zwei, dreimal zu früh angegriffen und war zu ungeduldig. Das hat sich sofort gerächt, da fehlt mir vielleicht ein bisschen die Geduld und die Erfahrung", sagte Obernosterer.

Im zweiten habe er auch mitgehalten, bei langen Ballwechseln sei es aber physisch hart geworden."Es ist sich leider nicht ausgegangen. Aber ich bin mit der Leistung zufrieden. Wie ich mich präsentiert habe, das ist so ziemlich an dem Limit, was ich kann. Für mein Level ist mir ziemlich viel aufgegangen, es fehlten vielleicht fünf Prozent." Sein Trainer Manfred Ernst trauerte dem nicht gewonnenen Auftaktsatz nach. "Insgesamt bin ich zufrieden, aber den ersten muss er gewinnen."

Zum Abschluss trifft Obernosterer am Sonntag (15.40 Uhr MESZ) auf Wladimir Malkow. Den Russen hat er heuer schon besiegt, weshalb er sich durchaus Chancen ausrechnet. "Er ist in meiner Distanz. Das Ziel ist, mich mit einem Sieg zu verabschieden." Im Auftaktspiel war er gegen Titelverteidiger Lin Dan (CHN) chancenlos gewesen. (APA, 13.8.2016)

  • David Obernosterer will sich "mit einem Sieg verabschieden".
    foto: reuters/marcelo del pozo

    David Obernosterer will sich "mit einem Sieg verabschieden".

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