Technikerin Seyringer erhält Vorarlberger Wissenschaftspreis 2016

12. August 2016, 13:19
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Würdigungspreis wird geteilt – Geht an Religionspädagogin Helga Kohler-Spiegel und Bildungsforscherin Gabriele Böheim-Galehr

Bregenz – Die an der FH Vorarlberg lehrende Technikerin Dana Seyringer erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Vorarlberger Wissenschaftspreis. Der Würdigungspreis, der geteilt wird, geht an die Religionspädagogin Helga Kohler-Spiegel und die Bildungsforscherin Gabriele Böheim-Galehr. Je einen Spezialpreis erhalten der Techniker Mathias Blank und der Biotechnologe Robert Bischof.

Die in der Slowakei geborene Seyringer (Jahrgang 1967) ist eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet des Designs von passiven optischen Komponenten für Glasfasernetzwerke, gab die Vorarlberger Landeskorrespondenz am Freitag bekannt. Seyringer studierte an der technischen Universität in Bratislava Mikroelektronik, das sie mit einem Doktortitel abschloss. Einen zweiten Doktorgrad erwarb sie sich an der Johannes Kepler Universität Linz auf dem Gebiet der Halbleiterphysik. Seit 2008 arbeitet sie am Forschungszentrum für Mikroelektronik an der FH Vorarlberg und lehrt dort im Studiengang Mechatronik. 2015 habilitierte sie zudem an der Technischen Universität Bratislava. Mit ihrer Tätigkeit habe sie erfolgreich unternehmerische Impulse in Vorarlberg gesetzt, hieß es.

Kohler-Spiegel (1962 in Dornbirn geboren) zählt zu den renommiertesten Religionspädagogen im deutschsprachigen Raum. Seit 1999 unterrichtet Kohler-Spiegel an der Pädagogischen Hochschule (PH) Vorarlberg und ihrer Vorgängerin im Bereich der Humanwissenschaften. Böheim-Galehr ist seit 2007 Vizerektorin für Forschung, Qualitätssicherung und Kooperationen an der PH Vorarlberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf empirischen quantitativen Untersuchungen in bildungs- und schulrelevanten Themenfeldern mit starkem Bezug zu Vorarlberg.

Abfall zu Biotreibstoff

Blank (1984 in Feldkirch geboren) entwickelte als Mitarbeiter der TU Wien in einem Forschungskooperationsprojekt mit der Firma Infineon ein Verfahren, mit dem er einen innovativen und vielversprechenden Weg bei der Konzeption von Halbleiterbauelementen beschritten hat. Der Bregenzer Bischof (Jahrgang 1984) beschäftigte sich im Rahmen seiner Dissertation mit einer Pilzart, die zur Herstellung von Enzymen verwendet wird, mit deren Hilfe land- und forstwirtschaftliche Reststoffe wie Stroh oder Holz in Biotreibstoffe umgewandelt werden können.

Der Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg wird seit dem Jahr 2000 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert, für den Würdigungspreis sind 7.000 Euro ausgesetzt. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind die Spezialpreise in Höhe von 3.000 Euro eingerichtet. (APA, 12.8.2016)

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