Russland überlegt Personalabbau auf der Raumstation ISS

12. August 2016, 12:54
26 Postings

Raumfahrtbehörde Roskosmos will aus Kostengründen um einen Kosmonauten reduzieren

Moskau – Russland denkt laut darüber nach, die Zahl seiner Kosmonautenplätze auf der Internationalen Raumstation ISS aus Kostengründen von drei auf zwei zu reduzieren. Ein solcher Schritt mache zum Beispiel weniger Versorgungsflüge zur ISS nötig, sagte Sergej Krikaljow von der Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Vor einer endgültigen Entscheidung wolle Krikaljow aber die Meinung etwa von Experten des Instituts für medizinisch-biologische Probleme und der Flugleitung hören, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Freitag. Krikaljow gehörte im Jahr 2000 zur ersten Besatzung auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Seitdem arbeiteten auch drei Deutsche in dem fliegenden Labor, darunter Alexander Gerst. Er soll 2018 erneut ins All reisen und dann sogar das Kommando übernehmen.

Stammbesetzung: 3+2+1

Die Stammbesatzung der ISS besteht aus sechs Raumfahrern. Dies sind meist drei Russen und zwei US-Amerikaner plus ein Astronaut zum Beispiel der Europäischen Raumfahrtagentur ESA oder etwa aus Japan.

Der Moskauer Raumfahrtexperte Iwan Moissejew erwartet bei einer möglichen Reduzierung auf zwei russische Kosmonauten keine Nachteile für die Forschungsarbeit in der Schwerelosigkeit. "Die Wissenschaft käme nicht zu kurz, und man könnte bis zu einem Viertel der Kosten einsparen", sagte er der Agentur Interfax zufolge. (APA, red, 12.8.2016)

  • Bleibt die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bei ihren Plänen, dann könnten künftig nur mehr fünf statt wie bisher sechs Raumfahrer auf der ISS Dienst tun.
    foto: nasa

    Bleibt die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bei ihren Plänen, dann könnten künftig nur mehr fünf statt wie bisher sechs Raumfahrer auf der ISS Dienst tun.

Share if you care.