Vergleich: Die Balkanroute 2015 und dieses Jahr

Ansichtssache12. August 2016, 12:36
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Hunderttausende Menschen kamen im vergangenen Jahr über den Balkan nach Europa. Ein Reuters-Fotograf kehrte an die Schauplätze zurück, nachdem sich die Situation wieder beruhigt hatte

Vor einem Jahr nahm die Zahl der Menschen, die über die sogenannte Balkanroute aus dem Nahen und Mittleren Osten nach Europa zu gelangen versuchten, stark zu. Der August 2015 war der erste Monat, in dem ihre Zahl 100.000 Personen überschritt, im Oktober erreichte sie gar mehr als 220.000. Die von Österreich ausgehenden Grenzsperren, denen sich alle Staaten des Balkans anschlossen, führten neben dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei dazu, dass die Übertritte heuer nicht mehr nur bei einem Bruchteil jener von 2015 liegen, sondern sogar deutlich unter den Werten von 2014 – vor der vielzitierten Flüchtlingskrise.

Zehntausende Menschen befanden sich in den Spätsommer- und Herbsttagen des Vorjahres gleichzeitig auf der Balkanroute, campten meist im Freien, während Politik und Exekutive in den betroffenen Staaten oft überfordert schienen. Die Ausnahmesituation zog viele Journalisten und Pressefotografen an, unter ihnen auch Reuters-Fotograf Antonio Bronic. Er lichtete die Menschentrauben an Grenzübergängen, Eisenbahntrassen und Straßen ab, die ebenso überfüllten wie provisorischen Lager und die Hinterlassenschaften des Trosses.

Heuer im Mai, als sich so gut wie keine Flüchtlinge mehr auf der Balkanroute befanden, fuhr Bronic wieder an die damaligen Schauplätze und drückte aus denselben Perspektiven erneut ab. Reuters veröffentlichte nun seine Bilder und stellte sie einander direkt gegenüber. (mcmt, 12.8.2016)

foto: reuters/antonio bronic

Berkasovo, Serbien.

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foto: reuters/antonio bronic

Berkasovo, Serbien.

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foto: reuters/antonio bronic

Berkasovo, Serbien.

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foto: reuters/antonio bronic

Der Grenzübergang Tovarnik zwischen Serbien und Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Tovarnik, Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Tovarnik, Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Tovarnik, Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Tovarnik, Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Tovarnik, Kroatien.

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foto: reuters/antonio bronic

Trnovec an der kroatisch-slowenischen Grenze.

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foto: reuters/antonio bronic

Trnovec an der slowenisch-kroatischen Grenze.

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foto: reuters/antonio bronic

Botovo, Kroatien, Richtung ungarischer Grenze.

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