UN-Sicherheitsrat berät über Krim-Konflikt

11. August 2016, 21:49
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Ukraine fordert Beweise für russische Vorwürfe

New York – Angesichts der neuen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine um die Schwarzmeerhalbinsel Krim hat der UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen über den Konflikt beraten. Russland habe rund 40.000 Soldaten auf der Krim, im Osten der Ukraine und an der Grenze zusammengezogen, sagte der ukrainische UN-Botschafter Wolodymyr Jeltschenko nach der Sitzung am Donnerstag in New York.

"Diese Zahlen könnten schlechte Absichten widerspiegeln. Das ist das letzte, was wir wollen", fügte der ukrainische Diplomat hinzu.

Wenn die russischen Vorwürfe stimmten, "wo sind dann die Proben? Erklärungen, Fotos, Videos, was auch immer", sagte Jeltschenko vor Journalisten. Es sei alles nur leeres Gerede.

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin sagte, er hoffe, dass die Ukraine "klug genug" sei, um alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die Situation zu deeskalieren. "Lasst die Finger von Sabotage und Terrorismus – das ist mein guter Rat an meine ukrainischen Freunde."

Das Treffen des Sicherheitsrates hatte auf Bitten der Ukraine stattgefunden, die zuvor nach russischen Sabotagevorwürfen ihre Truppen an der Grenze zur Schwarzmeerhalbinsel Krim und im Osten des Landes in erhöhte Gefechtsbereitschaft versetzt.

Die Ukraine ist derzeit nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat, Russland ist Vetomacht. (APA, 11.8.2016)

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