GfK-Chef geht im Streit über Geschäftsausrichtung

11. August 2016, 20:53
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Erst in der vergangenen Woche hatte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen sein Gewinnziel gekippt

Berlin – Das Konsumforschungsunternehmen GfK tauscht nach einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr seinen Chef aus. Matthias Hartmann verlässt "wegen unterschiedlicher Ansichten zur langfristigen geschäftspolitischen Ausrichtung mit dem Großaktionär" zum Jahresende den Vorstand, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bis dahin sollen seine Aufgaben an die Vorstandskollegen übertragen werden. Auch Aufsichtsratschef Arno Mahlert lege sein Mandat wegen unterschiedlicher Auffassungen in der Zusammenarbeit mit dem Großaktionär nieder.

Erst in der vergangenen Woche hatte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen sein Gewinnziel gekippt. Angesichts rückläufiger Erlöse und gesunkener Profitabilität im ersten Halbjahr sei die bisher angepeilte deutliche Verbesserung der Umsatzrendite nicht mehr wahrscheinlich, hieß es. Bereits im Dezember hatte die GfK ihre Prognosen für die Jahre 2015 und 2016 zurückgenommen. Das Unternehmen, das für den monatlichen Konsumklimaindex bekannt ist, wollte am 12. August vollständige Halbjahreszahlen vorlegen. (APA, 11.8.2016)

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