Max-Theurer verpasst Grand Prix Special

11. August 2016, 17:51
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Oberösterreicherin mit Arbeit ihres Pferdes Della Cavalleria "sehr zufrieden und happy"

Rio/Deodoro – Della Cavalleria hat die Bewährungsprobe bestanden. Die kurzfristig von Victoria Max-Theurer als Olympiapferd auserwählte 13-jährigen Oldenburgerstute machte im Grand Prix im Viereck von Deodoro bei Rio de Janeiro laut ihrer Dressurreiterin "einen super Job" und kam auf 71,129 Prozentpunkte. Dass es nicht zum Weiterkommen reichen wird, war schon vorher klar gewesen.

Konzentriert und unbeeindruckt vom großen Stadion setzte sich "Della" prächtig in Szene, Pferd und Reiterin boten ein harmonisches und einträchtiges Bild. "Sie war sehr konzentriert. Bis auf das eine Mal, wo ich ein zweites Mal fragen musste wegen dem Rückwärts", sagte Max-Theurer zur APA – Austria Presse Agentur. Ansonsten war die nun bereits vierfache Olympiateilnehmerin voll des Lobes.

Schöne Piaffen, schöne Passagen, schöne Pirouetten

"Ich bin sehr, sehr zufrieden, sie hat sich super geschlagen. In dem Stadion war es auch nicht ganz so einfach, weil immer ziemlich der Wind geht. Aber sie hat einen super Job gemacht, toll. Es waren ein paar Kleinigkeiten, aber ich glaube, sie hatte super schöne Höhepunkte, zumindest hat es sich so angefühlt, es hat viel Spaß gemacht." Die 30-jährige Max-Theurer freute sich über "schöne Piaffen, schöne Passagen, schöne erste Pirouetten".

Dass "Della" die Konzentration so gut hielt, war bemerkenswert, schließlich war sie zuvor erst vier internationale Grand Prix gegangen. "Ich freue mich irrsinnig. Ich glaube, dass Della noch viele Möglichkeiten hat, sich noch zu verbessern."

Max-Theurer wollte eigentlich mit Blind Date bei den Sommerspielen reiten, diese hatte die für Brasilien erforderliche Futterumstellung aber nicht vertragen. "Ich weiß, was ich an ihr habe. Aber ich weiß auch, was ich an der Della habe. Sie macht viel Spaß, ist super motiviert." Sie habe schon zuvor sehr viele positive Meinungen gehört. "Das freut mich und ist mir auch wichtig. Es freut mich, dass wir so abgeliefert haben."

Resozialisierung

Bei der Ankunft daheim erwartet Max-Theurer aber kleinere Schwierigkeiten. "Della wird zu Hause ein Resozialisierungsproblem haben, befürchte ich. Sie hat hier den ganzen Tag drei Leute, die sich nur um sie kümmern. Es könnte sein, dass ihr das daheim stinkt, wenn sie wieder mit anderen teilen muss."

Die finale Platzierung steht noch nicht fest, da der Bewerb noch im Gange war. Es stiegen nur die besten sechs Teams sowie weitere acht Einzelreiter auf. (APA, 11.8.2016)

  • Victoria Max-Theurer und Della Cavalleria.
    foto: reuters/tony gentile

    Victoria Max-Theurer und Della Cavalleria.

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