Türkei kritisiert Abzug von "Patriot"-Raketensystemen

11. August 2016, 16:49
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Außenminister Çavuşoğlu vermisst konkrete Unterstützung durch Nato-Verbündete

Ankara – Die türkische Regierung hat Kritik am Abzug der "Patriot"-Raketensysteme durch Nato-Verbündete wie Deutschland geäußert. "Unsere Erwartung an die Nato ist, dass sie konkret Unterstützung leistet, wenn die Türkei bedroht wird, nicht nur mit Worten", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag dem Sender NTV.

"In der Zeit, in der die Bedrohung der Türkei immer mehr zunahm, haben manche Nato-Länder, die unsere Verbündeten sind, ihre "Patriot"-Batterien abgezogen."

Die deutsche Bundeswehr hatte den "Patriot"-Einsatz Ende 2015 nach knapp drei Jahren beendet. Deutschland hatte die "Patriot"-Staffeln in die Türkei geschickt, um den Bündnispartner vor Angriffen aus Syrien zu schützen. Zwischenzeitlich waren dafür bis zu 300 deutsche Soldaten im Einsatz.

Die deutsche Bundesregierung hatte zur Begründung für den Abzug auf eine abnehmende Bedrohung verwiesen. Auch die USA hatten ihre "Patriot"-Raketensysteme aus der Türkei abgezogen. (APA, 11.8.2016)

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