Stimmabgabe in Sambia verläuft vorerst friedlich

11. August 2016, 15:44
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Rund 6,7 Millionen registrierte Wähler

Lusaka – Sambias Bevölkerung ist am Donnerstag zur Wahl eines neuen Präsidenten, dem Parlament und den kommunalen Vertretern aufgerufen worden. Die Wahlbeteiligung sei gut und die Stimmabgabe verlaufe friedlich, sagte die Vorsitzende der sambischen Wahlbehörde, Priscilla Isaac.

Rund 6,7 Millionen registrierte Wähler der etwa 16 Millionen Einwohner konnten am Donnerstag noch bis 18.00 Uhr (MESZ) ihre Stimmen in einem der über 8.000 Wahllokale abgeben. Die Öffnung der Wahllokale erfolgte trotz einzelner Unregelmäßigkeiten pünktlich. Bereits Stunden zuvor warteten Tausende Menschen darauf, ihre Stimmen abzugeben.

Der 59-jährige Präsident Edgar Lungu war Anfang 2015 nach dem Tod seines Vorgängers Michael Sata ins Amt gewählt worden. Sambia zählt zu den größten Kupferproduzenten weltweit. Eine wirtschaftliche Krise hat das Vertrauen in die regierende Patriotische Front (PF) geschädigt. Trotz vergleichsweise hoher wirtschaftlicher Wachstumsraten lebt die Mehrheit der rund 16 Millionen Sambier in bitterer Armut.

Gute Chancen für die Opposition

Im Vorfeld der Wahlen war es in dem Land im Süden Afrikas zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Anhängern der Opposition gekommen. Zwei Mitglieder der oppositionellen Vereinigten Partei für Nationale Entwicklung (UPND) wurden während des Wahlkampfs von der Polizei erschossen. Beobachter räumen der UPND unter der Führung von Hakainde Hichilema gute Chancen ein.

Die Opposition hatte die Regierungspartei beschuldigt, der wirtschaftlichen Krise keinen Einhalt gebieten zu können. Ein Einbruch des Weltmarktpreises für Kupfer, regelmäßige Stromausfälle und der Wertverlust der örtlichen Währung haben maßgeblich zu der Krise beigetragen.

Sambia galt seit der Einführung einer Mehrparteien-Demokratie 1990 zu einen der stabilen Demokratien auf dem Kontinent. Ankündigungen der Regierung, eine Wahlniederlage nicht zu akzeptieren, hatten jedoch bereits im Vorfeld der Wahlen zu starken politischen Spannungen geführt.

Die Europäische Union hat rund 120 Beobachter aus allen 28 EU-Staaten zur Wahl entsandt, wie die Vorsitzende der Mission, Cecile Kyenge, sagte. Erste Ergebnisse soll es Kyenge zufolge am Samstag geben. (APA, 11.8.2016)

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