Anschubfinanzierung des Bundes für soziale Start-ups

11. August 2016, 13:17
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Ziel: "Sozialen Fingerabdruck in Österreich hinterlassen"

Auf Initiative des Sozialministeriums sollen künftig gesellschaftspolitisch "wertvolle" Projekte verstärkt gefördert werden. Für diese sogenannten "Social Businesses" stehen in der Pilotphase drei Mio. Euro zur Verfügung. Zielgruppe für die neuen Firmengründungen mit sozialem und ökologischem "Mehrwert" sind untere anderem Langzeitarbeitslose.

Diese Projekte seien "kein Ersatz für das öffentliche Sozialwesen", stellte Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), bei Vorstellung des Förderprogramms am Donnerstag vor Journalisten in Wien klar. Es gehe vielmehr um Anschubfinanzierungen für Geschäftsmodelle, die sich am Ende selbst tragen müssten.

Rückführung von 50 Prozent der Erträge

Kriterien für eine Finanzierung seien unter anderem die Rückführung von 50 Prozent der Erträge in das Unternehmen. Außerdem muss sich das Unternehmen zu 50 Prozent selbst finanzieren, auch eine Mitarbeiterbeteiligung und die thematische Bindung als gesellschaftspolitisch relevantes Projekt ist Voraussetzung.

Die Ausschreibung startet am 1. September und läuft bis 1. Dezember dieses Jahres. Bis zu 100.000 Euro an nicht rückzahlbaren Geldern können Projekte und sozialökonomische Geschäftsmodelle als Anschubfinanzierung nach Begutachtung durch eine Jury erhalten. Nach rund 18 Monaten würde eine Evaluierung der sozialen Start-ups erfolgen, erklärte die aws-Geschäftsführerin.

"Sozialen Fingerabdruck"

Die geförderten Personen sollen ihren "sozialen Fingerabdruck in Österreich hinterlassen", fasste Markus Hengstschläger, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, die Zielsetzung der Initiative zusammen.

Die insgesamt drei Mio. Euro werden vom Sozialministerium und der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung gestellt. (APA, 11.8. 2016)

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