Spitzenkoch Bottura kocht Gratismenüs für Arme in Rio

10. August 2016, 12:52
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Verkocht werden überschüssige Lebensmittel der Cateringfirmen

Rio de Janeiro – Massimo Bottura, 2016 mit seinem Restaurant "Osteria Francescana" an die Spitze der "World's 50 Best Restaurants"-Liste gewählt, kocht während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro Essen für arme Brasilianer. Das Besondere daran ist, dass er dafür zwölf Tonnen an Lebensmitteln von Cateringfirmen für das Olympische Dorf, die sonst im Müll landen würden, verwendet.

In Botturas "Osteria Francescana" im norditalienischen Modena, die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist, kostet ein Menü mehrere hundert Euro. In Rio gibt es das Abendessen des Meisterkochs seit Dienstag dagegen für Bedürftige umsonst. Insgesamt sollen in den kommenden Wochen 19.000 Menschen verköstigt werden.

Refetterio Gastromotiva

Eingeladen werden sie von Nichtregierungsorganisationen in das neue Restaurant der Initiative Refettorio Gastromotiva, ins Leben gerufen von Bottura, dem brasilianischen Küchenchef David Hertz und der Journalistin Alexandra Forbes. Ausgestattet haben das Lokal der brasilianische Künstler Vik Muniz und die Brüder Campana, Könige des brasilianischen Designs.

Verschiedene prominente Köche wie Alain Ducasse aus Frankreich, Andoni Aduriz aus Spanien und Roberta Sudbrack werden Bottura in den kommenden Tagen unterstützen. Nach den Olympischen Spielen soll das Restaurant unter anderem als Kochschule genutzt werden. (APA,red 10.8.2016)

  • Spitzenkoch Massimo Bottura bekocht in Rio Arme und verwendet dafür überschüssige Lebensmittel.
    foto: apa/afp/marcelo

    Spitzenkoch Massimo Bottura bekocht in Rio Arme und verwendet dafür überschüssige Lebensmittel.

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