"No Man's Sky": 9 Survival-Tipps für frischgebackene Raumfahrer

10. August 2016, 11:24
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Im größten Spieluniversum aller Zeiten kann man sich leicht verirren. Aber nicht mit unserer Hilfe

Das Weltraumspiel "No Man's Sky" lässt frisch gebackene Astronauten im Dunkeln zurück. Nur wenige einführende Worte deuten an, was zu tun ist und wie man sich auf seiner Mission, das Zentrum des Universums zu erreichen, zurecht findet. Unendliche Weiten, fast ebenso viele Möglichkeiten, die pure Überforderung. Der GameStandard hat zum Start des Spiels (10.8. für PS4, 12.8. für PC) sogar mehr als neun Tipps zusammengestellt, um Ihnen einen Raketenstart zu ermöglichen.

bild: no man's sky

1) Hinterm Mond gleich links

Die von Algorithmen generierte Spielwelt von "No Man's Sky" ist riesig. Mit 18 Trillionen Planeten gibt es mehr zu erkunden, als es der vereinten Menschheit jemals möglich wäre. Doch keine Panik, verloren gehen Sie deshalb nicht. Der Pfad zum Mittelpunkt des Universums ist in einzelne Galaxien aufgesplittet, die man nacheinander bereisen muss, um sukzessive seinem Ziel näher zu kommen. Hier hat man die Wahl, sich leiten zu lassen (was gerade Anfangs zu empfehlen ist) oder sich frei zu bewegen. Um neue Galaxien erreichen zu können, benötigt man fortschrittliche Antriebstechnologien, die man wiederum durch abgebaute Rohstoffe auf den Planeten oder über gehandelte Materialien in den Raumstationen der jeweiligen Galaxien erzeugen kann.

Auf den Planeten und in der Galaxie findet man sich durch Wegweiser zurecht, die einem über das Spieler-Interface angezeigt werden. Lassen Sie sich gerade am Anfang ruhig leiten, um den Warpantrieb zu bauen und die Tutorial-Galaxie verlassen zu können.

bild: no man's sky

2) Willkommen im Schlaraffenland

Obgleich Sie sich getrost leiten lassen können, gibt es auf den Planeten jede Menge zu erkunden. Machen Sie die ersten Schritte ruhig zu Fuß (mit gedrückter R3-Taste können Sie laufen, mit X betätigen Sie das Jet-Pack) und sehen Sie sich um. Mit dem linken Abzug (L2) können Sie Tiere scannen und erhalten dafür Einheiten (Geld). Neue Entdeckungen können zudem umbenannt oder mit vorgegebenem Namen in den Online-Index hochgeladen werden, was wiederum mehr Moneten bringt. Haben Sie alles entdeckt, was es auf einem Planeten zu entdecken gibt, werden Sie sogar wirklich ordentlich belohnt.

Neben Geld spielen Rohstoffe eine elementare Rolle (badum ts). In der rechten Hand (R2) tragen Sie einen Laser, mit dem sich Ressourcen abbauen lassen. Ein Klick auf den linken Stick (L3) scannt die Umgebung und zeigt an, um welche Art der Rohstoffe es sich handelt. Für sämtliche Kraftstoffe fürs Raumschiff und auch den Laser und das lebenswichtige Life-Support-System benötigt man rot gekennzeichnete Elemente wie Plutonium oder Carbon, diese sollten Sie also immer bei sich haben. Andere Elemente wie Eisen oder Platin braucht man für den Bau von Technologien und Materialien wie Gold lassen sich exzellent verkaufen.

bild: no man's sky

3) Ein feindlicher Ort voller Schätze

Von der Erde betrachtet ist der Weltraum faszinierend schön, dort angekommen ist er einfach nur noch tödlich. Kälte, Hitze, Strahlung, Sauerstoff gilt es stets zu berücksichtigen. Das sprechende Interface warnt Sie jedoch netterweise, wenn es kritisch wird. Unterschlupf und Schutz findet man in der Natur in Höhlen und natürlich auch im Raumschiff. Zudem findet man auf den Planeten bei sorgsamer Suche (am besten im Überflug mit dem Raumschiff) markiert durch Fragezeichen verlassene Bodenstationen oder andere Bauwerke. Hier wird nicht nur wie im Raumschiff der Spielfortschritt gespeichert (!), sondern finden sich auch Systeme zum Aufladen der Schilde und der Gesundheit. Nicht alle Stationen sind gleich, doch in manchen kann man zudem (auch durch die Lösung einfacher Rätsel) Baupläne zu neuen Technologien erhalten. In den eiförmigen Unterschlupfen kann man zudem hin und wieder seinen Raumanzug aufwerten, der mehr Platz für aufgesammelte Ressourcen bietet.

Über die orangenen Funktürme, die man mit einem Bypass-Chip aus Plutonium und Eisen hacken kann, kann man sich anzeigen lassen, wo sich die einzelnen Bauwerke auf dem Planeten befinden.

foto: no man's sky

4) Wohin mit dem ganzen Zeug?

Gerade in den ersten Stunden wird Sie der Platz für Ressourcen am meisten beschäftigen. Materialien können sowohl im Raumanzug als auch im Raumschiff gelagert werden und lassen sich (sofern man in Sichtweite des Schiffes ist) auch über Distanzen hin und her verschieben. Sogar der Werkzeuggürtel (Multitool) ist limitiert. Ein Weg, dieses nervige Platzproblem zu lösen, ist es, den Raumanzug aufzuwerten, in dem man auf den Planeten so genannte Pods aufsucht. Eine weitere Möglichkeit ist der regelmäßige Flug zu Raumstationen, in denen man sowohl einem stationären Großhändler als auch anderen weltraumreisenden Aliens seine Güter verkaufen kann. Speziell grün gekennzeichnete Artefakte oder Helme können Sie bedenkenlos verscherbeln, einen praktischen Nutzen haben sie nicht.

Alternativ dazu können Sie einen Haufen Geld ansparen und in Raumstationen anderen Besuchern ihr Schiff abkaufen. Je mehr Stauraum diese haben, desto teurer wird es. Zudem findet man auf den Planeten hin und wieder abgestürzte Flieger und kann diese reparieren.

bild: no man's sky

5) Zielgenau schießen

Kampf spielt anfangs noch keine große Rolle, doch Sie werden dennoch von dem einen oder anderen Piraten überfallen werden. Ihr Raumschiff ist mit einer Bordkanone bestückt (X) und ziemlich wendig. Sofern es nicht mehr als drei Gegner sind, können Sie den Kampf ruhig aufnehmen, Ihre Schilde halten viel aus. Andernfalls ist es anzuraten, den Boost (Kreis) zu aktivieren und sich vom Acker zu machen.

Am Boden ist vor allem die Natur Ihr Feind, dennoch haben Sie schon bald eine Waffe (Wechsel mit Dreieck), um damit verschlossene Tore aufzuschießen oder unliebsamen Tieren etwas entgegenzuhalten. Behalten Sie zudem immer die Weltraumpolizei in Form von Drohnen im Auge. Wüten Sie zu stark beim Ressourcenabbau, tauchen bald einmal diese nervigen Drohnen auf und eröffnen das Feuer. In diesem Fall ist es allerdings sinnvoller, im Raumschiff, einer Bodenstation oder in einer Höhle dem Gesetz zu entkommen, als den Kampf aufzunehmen.

bild: no man's sky

6) Nicht für immer tot

Zur Beruhigung: Oft werden Sie in "No Man's Sky" nicht sterben, ihr alter ego ist zäh. Sollten Sie dennoch einmal über den Jordan geschickt werden, müssen Sie an den Unglücksort zurückkehren, um Hab und Gut aufzusammeln. Ein schwebender Grabstein weist den Weg. Das gilt auch für den Tod im Weltall. Machen Sie sich keinen Stress, alles bleibt dort, wo Sie liegen geblieben sind.

bild: no man's sky

7) Keine Notbremse notwendig

Im Pilotenhandbuch wird es nicht erklärt, aber Sie müssen keine Notbremse ziehen, wenn Sie mit unglaublicher Geschwindigkeit (L1 plus R1 drücken) auf einen Planeten oder eine Raumstation zusteuern. Ihr Raumschiff bremst sich von selbst rechtzeitig ein.

bild: no man's sky

8) Sprachtalente

Zu Beginn von "No Man's Sky" verstehen Sie gar nichts. Das liegt daran, dass die allgegenwärtige Alienspezies Korvax weder Englisch noch Deutsch spricht. Um deren Vokabular zu lernen und beim Handel und bei Rätseln mehr Einblick zu haben, lohnt es sich, auf Planeten nach Monolithen Ausschau zu halten. In diesen tempelartigen Gebäuden werden einzelne Worte übersetzt. Aber auch Händler und Bewohner einer Bodenstation sind immer wieder für eine "Wortspende" gut.

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9) Experimente und kleine Unbekannte

Mit fortschreitendem Spielverlauf werden Sie selbst herausfinden, welche Spielweise Ihnen am besten liegt. Sie können sich auf den Abbau von Ressourcen spezialisieren oder auch die Waffen ihres Schiffs hochzüchten, um damit Frachter zu überfallen. Selbst wenn der Einstieg etwas langwierig ist, hören Sie nicht zu experimentieren auf. Vielleicht finden Sie dann auch heraus, was es bringt, Tiere zu füttern.

Weitere Eindrücke vom Spielbeginn finden Sie in unserem aktuellen Hands-on. Über Ihre Tipps und Erfahrungsberichte hier im Forum würden wir uns wie immer freuen! (Zsolt Wilhelm, 10.8.2016)

>>> Mehr Tipps: Warp-Antrieb bis Atlas Pass: Der schnellste Weg durch "No Man's Sky"

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Links

No Man's Sky (Amazon)

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