Drohung gegen Bahnhof Wels: Kein terroristischer Hintergrund

9. August 2016, 16:35
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Vermutlich Imponiergehabe des 55-jährigen Niederösterreichers

Wels – Die oberösterreichische Polizei schließt nach der Festnahme eines Verdächtigen im Zusammenhang mit einer Drohung gegen den Bahnhof Wels jeglichen terroristischen Hintergrund aus. Das teilte sie Dienstagnachmittag nach der Einvernahme des 55-Jährigen aus dem Bezirk Amstetten mit.

Der Festgenommene soll eine Angestellte des Bahnhofes am vergangenen Freitag angesprochen und davon geredet haben, dass "etwas passieren" werde. Die Frau alarmierte die Polizei. Für die Beamten war die Ankündigung zwar vage, sie nahmen sie dennoch ernst und durchsuchten die Station, fanden aber nichts Verdächtiges. Beamte des Einsatzkommandos Cobra, des Landesamtes für Verfassungsschutz und des Stadtpolizeikommandos Wels zogen in Absprache mit den ÖBB eine Überwachung rund um die Uhr auf. Aufsehen und eine Beeinträchtigung des Bahnbetriebs sollten dabei vermieden werden.

Am Dienstag erschien jener Mann, der die Drohung gegenüber der Bahnhofsangestellten ausgesprochen haben soll, erneut und wurde gleich festgenommen. Der Mann hatte schon mehrmals erfolglose Annäherungsversuche bei der Frau unternommen. Deshalb wird nicht ausgeschlossen, dass die Drohung ein Imponiergehabe war. Nach seiner Vernehmung wurde der Mann in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung. (APA, 9.8.2016)

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