Tiroler zahlt Geldstrafe wegen erfundenen Glawischnig-Zitats

9. August 2016, 11:10
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Grünen-Chefin einigt sich mit Verfasser des Facebook-Eintrags auf Vergleich

Innsbruck – Seit einiger Zeit verfolgen die Grünen rigoros Verunglimpfungen und Hetze im Netz – allen voran Bundessprecherin Eva Glawischnig, die wegen Hasspostings schon zahlreiche Prozesse geführt und gewonnen hat. Wie "orf.at" berichtet, konnte sie sich nun mit einem Tiroler auf einen Vergleich einigen.

Er hatte auf seiner Facebook-Seite ein Foto von Glawischnig gepostet und darunter geschrieben: "Diebstahl durch Asylwerber ist völlig normal und wichtiger Instinkt der Integration. Wir dürfen niemanden dafür bestrafen, sondern müssen diese Menschen fördern und mehr Gelder zur Verfügung stellen."

400 Euro und Gerichtskosten

Die Grünen-Chefin wollte sich das nicht in den Mund legen lassen und klagte den Tiroler wegen übler Nachrede. Mitte Juli folgte der Prozess am Innsbrucker Landesgericht, wo sich beide Parteien unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf die Zahlung einer Geldstrafe einigten. Seit Dienstag ist die Vereinbarung gültig.

Der Verfasser des erfundenen Zitats muss Glawischnig 400 Euro zahlen, die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen und außerdem den Eintrag auf seiner Facebook-Seite widerrufen und die Richtigstellung drei Monate stehen lassen. (mika, 9.8.2016)

  • Eva Glawischnig will sich im Internet nicht falsch zitiert wissen. Ein Tiroler muss nun eine Geldstrafe zahlen.
    foto: apa / georg hochmuth

    Eva Glawischnig will sich im Internet nicht falsch zitiert wissen. Ein Tiroler muss nun eine Geldstrafe zahlen.

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