Australiens Frauen holen erstes Rugby-Gold seit 92 Jahren

9. August 2016, 05:57
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World League Champs gewinnen das prestigeträchtige Finale gegen Neuseeland – Brasilianerin erhält Heiratsantrag von Lebensgefährtin

Rio de Janeiro – Australien ist erster Olympiasieger im 7er-Rugby der Frauen. Der World-League-Sieger setzte sich im Traumfinale von Rio de Janeiro mit 24:15 (10:5) gegen Weltmeister Neuseeland durch. Das 7er-Rugby feierte in Brasilien seine Premiere bei Sommerspielen.

Australiens Trainer Tim Walsh war von der Leistung seiner Mannschaft "absolut begeistert. Wir hatten schon einige große Duelle mit Neuseeland. Jeder hätte heute gewinnen können. Ich bin erleichtert, dass es uns gelungen ist."

Die Bronzemedaille sicherte sich Kanada durch einen 33:10 (26:5)-Sieg über Großbritannien. Australien hatte die Kanadierinnen im Halbfinale ausgeschaltet (17:5), die "Black Fern Sevens" aus Neuseeland schlug Großbritannien (25:7).

Rugby ist in diesem Jahr erstmals seit 1924 wieder Bestandteil des olympischen Programms. Ganz neu ist dabei allerdings die besondere Variante des Spiels: Im Gegensatz zum klassischen Format bilden nicht 15, sondern nur sieben Spieler ein Team. Nach dem Ende des Frauen-Turniers starten jetzt die Männer in den Medaillenkampf.

Auch einen romantischen Moment bescherte Rugby den Spielen. Die Brasilianierin Isadora Cerullo hat am Montag nach der Siegerehrung einen Heiratsantrag ihrer Lebensgefährtin Marjorie Enya erhalten, die als Volunteer im Stadion von Deodoro arbeitete.

Enya betrat mit einem roten Herz-Luftballon und einem Mikrofon in der Hand das Spielfeld und hielt mit einer bewegenden Ansprache um Cerullos Hand an. Die Athletin, die mit ihrem Team den neunten Platz belegt hatte, sagte Ja, und als die beiden sich in den Arm lagen, applaudierte das noch im Stadion verbliebene Publikum. "Sie ist die Liebe meines Lebens. Ich wollte den Leuten zeigen, dass die Liebe gewinnt", sagte Enya der BBC. (sid, red 9.8.2016)

  • Die Australieren Emma Tonegato setzt sich durch.
    foto: reuters/noble

    Die Australieren Emma Tonegato setzt sich durch.

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