EssBar-Rezept: Trofie al pesto

Ansichtssache10. August 2016, 14:40
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Wenn das Basilikum im Garten oder Topf viel Sonne getankt hat, ist es Zeit, Pesto alla genovese zuzubereiten

Italiens Regionen haben ihre jeweiligen Rezeptklassiker, für Ligurien ist das Pesto alla genovese. Hinein kommen Basilikum, Pinienkerne, etwas Knoblauch, Salz, Parmesan, Pecorino und Olivenöl. Der Name kommt von "pestare" (zerstoßen) und Pesto wird ursprünglich im Mörser zubereitet. Heutzutage lässt sich das einfacher im Mixer machen, und selbst Marcella Hazan, die Pesto als "die köstlichste aller Pasta-Saucen" bezeichnet, gibt in ihrem Buch "die klassische italienische Küche" beide Methoden an. Man solle nämlich nicht aufs Selbermachen verzichten, nur weil Zeit und Mörser fehlen, meint sie. Puristen werden zum Mörser greifen, weil die Konsistenz etwas besser ist, schneller geht es jedenfalls im Mixer und wer die Zutaten nicht zu lange mixt, bekommt auch damit ein richtig gutes Pesto.

In Ligurien werden die Nudeln mit Pesto üblicherweise mit klein geschnittenen Erdäpfeln und Fisolen, die mit der Pasta (entweder mit Trenette – lange flache Nudeln – oder Trofie – kurze, gedrehte Nudeln) mitgekocht werden, serviert. Wer gerade keine Fisolen daheim hat, kann aber auch auf längliche Zucchini-Stücke zurückgreifen, ein Tipp, den uns unsere ligurische Vermieterin gab. Das gemeinsame Kochen von Fisolen, Pasta und Erdäpfeln funktioniert gut bei frischer Pasta, hier arbeiten wir mit getrockneten Trofie, die 20 Minuten kochen müssen. Deshalb haben wir das Rezept etwas abgewandelt und die Fisolen extra gekocht und dann kalt abgeschreckt.

Fertiges Pesto lässt sich einige Tage mit Öl bedeckt im Kühlschrank aufheben, wer längere Zeit etwas davon haben will, friert es am besten in kleinen Portionen ein.

foto: petra eder

Zutaten für 4 Personen

50 g Basilikum-Blätter (Blätter eines sehr großen Bundes oder von ca 1,5 Stöcken, wie sie hierzulande verkauft werden)

1 Knoblauchzehe

15 g Pinienkerne

8 EL Olivenöl extra vergine (ca. 80 ml)

30 g Parmesan

15 g Pecorino

etwas grobes Meersalz

3-4 kleine Erdäpfel

200 g Fisolen

300 g getrocknete oder, falls vorhanden, 350 g frische Trofie

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foto: petra eder

Nudelwasser und Kochwasser für die Fisolen aufstellen.

Erdäpfel schälen, die Fisolen putzen.

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foto: petra eder

Den Käse reiben, den Knoblauch in kleinere Stücke schneiden.

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foto: petra eder

Die Trofie (hier Kochzeit 20 min.) ins kochende Wasser geben.

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foto: petra eder

Die Fisolen ca. 10 Minuten in Salzwasser kochen, dann eiskalt abspülen.

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foto: petra eder

Die Erdäpfel in Stücke schneiden und ca. 10 Min. vor Ende der Kochzeit mit den Nudeln mitkochen lassen.

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foto: petra eder

In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten:

Die Basilikumblätter, Pinienkerne und etwas grobes Meersalz ...

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foto: petra eder

... im Mixer grob zerkleinern, dann etwas Öl hinzufügen, nochmals kurz mixen.

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foto: petra eder

Schließlich das restliche Öl und den Käse mit einem Löffel unterrühren.

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foto: petra eder

Das Pesto in eine große Schüssel geben.

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foto: petra eder

Einige Löffel Nudelkochwasser aufheben, die Trofie und Erdäpfelstücke abgießen und in die Schüssel geben, ...

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foto: petra eder

... zwei bis drei Löffel Kochwasser dazugeben und mit den Fisolen und dem Pesto verrühren.

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foto: petra eder

Auf Tellern anrichten und servieren.

Guten Appetit!
(Petra Eder, 10.08.2016)

>> Das Rezept zum Ausdrucken

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