Hacker können intime Daten von smartem Vibrator ergattern

8. August 2016, 16:47
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Auf der Def Con präsentieren zwei Sicherheitsforscher Lücken beim "We Vibe 4"

Die zwei Sicherheitsforscher Follower und Goldfisk haben bei einem Vortrag auf der Hackerkonferenz Def Con die Sicherheitsmaßnahmen des smarten Vibrators We Vibe 4 Plus zerlegt. Sie waren in der Lage, die Kontrolle über das Sexspielzeug zu übernehmen und sensible Daten der Nutzer auszulesen. In den Nutzungsbedingungen des Geräts wird festgelegt, dass diese Informationen auch an Strafbehörden weitergegeben werden können.

Heikle Infos

So liefert das Gerät an eine Datenbank Informationen über Temperatur, den Einsatzeitraum des Vibrators sowie die benutzten Einstellungen. Das alles kann von Hackern ausgelesen werden. Außerdem kann die Fernsteuerung übernommen werden. Gefährlich ist das per se nicht, einzig die Intensität des Vibrators kann reguliert werden – bis zu einer maximalen Grenze.

Lücken lauern überall

Der Vortrag zeigt aber erneut, dass vermeintlich ungefährliche Anwendungen im Endeffekt für heikle Daten sorgen, die sich Hacker oder Geheimdienste schnappen können. Auf der Def Con war ebenfalls gezeigt worden, dass Kriminelle beispielsweise smarte Thermostate übernehmen könnten. (red, 8.8.2016)

  • Der Blue Vibe kann von Hackern ferngesteuert werden.
    foto: screenshot/blue vibe

    Der Blue Vibe kann von Hackern ferngesteuert werden.

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