252.000 Euro Schaden durch sechs Internet-Betrüger in Linz

8. August 2016, 16:23
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Geburtsdaten abgeändert, um Sicherheitssystem zu umgehen

Die Linzer Kriminalpolizei hat sechs mutmaßliche Internet-Betrüger ausgeforscht, denen ein Schaden von rund 252.000 Euro vorgeworfen wird. Bei ihren Bestellungen bei einem Online-Händler änderten sie immer wieder ihre Geburtsdaten, um das Sicherheitssystem zu umgehen. Das berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich in einer Presseaussendung am Montag.

Waren bestellt, aber nicht bezahlt

Bei den Beschuldigten handelt es sich um sechs russische Staatsangehörige im Alter zwischen 20 und 33 Jahren. Von Mitte Mai vergangenen Jahres bis zum heurigen April sollen sie insgesamt 4.718 Mal bei einer Internet-Firma Waren bestellt, diese aber nicht bezahlt haben. Damit der Händler auf Rechnung liefert, wurde anfangs Geld überwiesen, später jedoch auch trotz Mahnungen nicht mehr.

Die Verdächtigen sollen auch das Sicherheitssystem des Onlineversenders – pro Bestellung auf Rechnung kann nur um höchstens 100 Euro pro Kunde eingekauft werden – ausgetrickst haben. Sie änderten immer wieder ihr Geburtsdatum. Dadurch wurde dem System vorgetäuscht, es handle sich um die Bestellung einer anderen Person. Damit konnte ein neuerlicher Bestellvorgang bis zu 100 Euro durchgeführt werden, und in Summe kam ein Schaden von insgesamt 252.117 Euro zusammen.

Diebesgut sichergestellt

Das Sextett zeigte sich zum Großteil geständig. Bei den Durchsuchungen ihrer Wohnungen konnte eine beträchtliche Anzahl der bestellten Waren gefunden und sichergestellt werden. Die Beschuldigten wurden auf freiem Fuß angezeigt. (APA, 8.8.2016)

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