El Niño befördert Korallenbleiche vor den Malediven

8. August 2016, 11:59
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Bereits 60 Prozent der Korallenkolonien betroffen

Male – Die Korallenbleiche infolge des Wetterphänomens El Nino hat auch die Riffe vor den Küsten der Malediven schwer geschädigt. Das Absterben von Korallen habe bereits bei allen beobachteten Riffen eingesetzt und dürfte sich beschleunigen, berichtete die Internationale Naturschutzunion (IUCN) am Montag. Etwa 60 Prozent der Korallenkolonien seien ausgebleicht, an manchen Stellen sogar 90 Prozent.

Ursache der weltweit zu beobachtenden Korallenbleiche ist laut IUCN die Erwärmung der Wassertemperaturen der Ozeane durch El Nino. Die Temperaturen lagen in diesem Jahr teils bei mehr als 30 Grad. Dann produzieren Algen, die die Korallen mit Nährstoffen versorgen und die bunten Farben erzeugen, Gift und werden abgestoßen, die Korallenstöcke werden weiß. Korallen können sich regenerieren, wenn noch einige Algen überleben oder sich neue Algen ansiedeln. Wie groß das Zeitfenster ist hängt von den Arten ab.

Erst im Mai hatten Wissenschafter über verheerende Folgen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien berichtet. Im nördlichen Teil des Riffs seien bereits mehr als ein Drittel der Korallen tot oder befänden sich im Prozess des Absterbens. (APA, red, 8. 8. 2016)

  • Die Korallenbleiche (hier vor der Küste Australiens) führt oft zum Absterben der Nesseltiere.
    foto: apa/afp/wwf australia

    Die Korallenbleiche (hier vor der Küste Australiens) führt oft zum Absterben der Nesseltiere.

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