Systemausfall stürzt US-Fluglinie Delta ins Chaos

8. August 2016, 17:30
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US-Airline warnt Passagiere vor vielen Streichungen – Grund für die Panne ist ein Computerausfall

Atlanta – Eine über sieben Stunden dauernde Computerpanne im Hauptquartier von Delta Airlines hat zum Ausfall hunderter Flüge der US-Fluggesellschaft in aller Welt geführt. Mehrere Stunden lang ging am Montag bei Delta gar nichts.

Passagiere wurden zusätzlich dadurch verwirrt, dass die Anzeigetafeln auf Flughäfen, die App der Gesellschaft und die Internetseite die Flüge fälschlicherweise als pünktlich auflisteten.

Stromausfall in Atlanta

Die Fluggesellschaft machte in einer Mitteilung einen Stromausfall in Atlanta verantwortlich, wo das Delta-Hauptquartier ist. Vom Beginn des Stromausfalls um 2.30 Uhr Ortszeit an konnten zunächst keine Flugzeuge mehr starten. An den Schaltern konnten stundenlang keine Passagiere mehr eingecheckt werden. Die bereits in der Luft befindlichen Maschinen hätten keine Problem gehabt.

Der Versorger Georgia Power hielt indes fest, dass es sich um ein Problem beim Delta-Equipment handelte und es keinen flächendeckenden Stromausfall gegeben habe. Das Problem bei Delta habe wiederum andere Verbraucher nicht betroffen, so Georgia Power.

Erhebliche Verspätungen

Erst nach sieben Stunden, als sich an Flughäfen in den USA, aber auch in Europa bereits lange Schlangen vor den Schaltern gebildet hatten, konnte Delta den Flugbetrieb langsam fortsetzen. Dennoch müssten Fluggäste mit erheblichen Verspätungen und auch mit dem weiteren Ausfall von Flügen rechnen, hieß es von dem Unternehmen. Betroffen seien auch europäische Flughäfen wie Rom und London-Heathrow.

Insgesamt waren am Montagnachmittag (MESZ) rund 300 Flüge ausgefallen. Nur 800 der 6.000 Flüge des Montags hätten bis 10.30 Uhr (US-Ostküstenzeit) starten können. Delta fliegt Österreich nicht an. (APA, dpa, 8.8.2016)

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