"Tomb Raider" im Netz: Salzburger Kopierschutz Denuvo geknackt

8. August 2016, 11:17
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Offenbar konnten Cracker die "Denuvo"-Schutzmaßnahmen überwinden

Der als sehr sicher geltende Kopierschutz der Firma Denuvo aus Salzburg ist offenbar doch geknackt worden. Mittlerweile gibt es illegale Varianten von Games, die auf Denuvo setzen, beispielsweise "Rise of the Tomb Raider", eine "Doom"-Demoversion oder "Total War: Warhammer". Laut Heise soll die App-ID bei der Doom-Demo den "Ausgangspunkt für das Umgehen weiterer Denuvo-geschützer Spiele" bieten. Der Kopierschutz verstärkt den Schutz von Spiele-Portalen wie Steam oder Origin.

Cracker bissen sich bislang Zähne aus

Denuvo galt bislang als unknackbar. Die Schutzmaßnahmen brachten "Spielepiraten zur Verzweiflung", wie der STANDARD vergangenen Februar berichtete. Sogar die Cracker der chinesischen Gruppe 3DM bissen sich anfangs die Zähne aus. Denuvo-Gründer Reinhard Blaukovitsch sagte damals, dass Hacker natürlich versuchten, die Software auszuhebeln. "Unser Anspruch ist aber, das initiale Release Window der Spiele zu schützen und immer einen Schritt voraus zu sein", so Blaukovitsch.

Inwiefern das Unternehmen schnell auf den vermeintlichen Crack reagieren kann, ist unklar. In zwei Wochen erscheint mit "Deus Ex Mankind Divided" eines der größten Blockbuster-Games des Jahres – es setzt ebenfalls auf Denuvo-Kopierschutz. (red, 8.8.2016)

  • "Tomb Raider" ist im Netz abrufbar
    foto: ap

    "Tomb Raider" ist im Netz abrufbar

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