US-Amerikaner und Australier in Afghanistan entführt

8. August 2016, 14:25
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Professoren arbeiteten an Universität in Kabul

Kabul – Ein US-Bürger und ein Australier sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführt worden. Unbekannte hätten die beiden Professoren der Amerikanischen Universität von Afghanistan am Sonntagabend auf der zentralen Dar-ul-Aman-Straße mit vorgehaltener Waffe verschleppt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte am Montag.

Die Regierungen in Washington und Canberra bestätigten die Berichte über die Entführung, machten aber keine näheren Angaben. In Afghanistan werden immer wieder Ausländer von Rebellengruppen oder kriminellen Banden entführt – vielfach um Lösegeld zu erpressen. Erst kürzlich war eine indische Mitarbeiterin der Aga-Khan-Stiftung befreit worden, die Anfang Juni im Zentrum von Kabul verschleppt worden war. Am Donnerstag wurde zudem eine ausländische Touristengruppe in der westlichen Provinz Herat beschossen, wobei mehrere Mitglieder der Gruppe verletzt wurden.

Acht Tote bei Anschlägen

Bei zwei Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul und der unsicheren Ostprovinz Ghazni sind acht Zivilisten getötet worden. Sie kamen am Montag durch am Straßenrand gelegte Minen ums Leben.

In Ghazni sei eine Motorrad-Rikscha auf eine Mine gefahren, die Explosion habe sechs Mitglieder einer Familie getötet, sagte der Sprecher des Gouverneurspalastes der Provinz, Fahim Amiri. Unter den Todesopfern seien zwei Kinder und drei Frauen. Die Gegend werde von den Taliban kontrolliert.

In Kabul sprengten Unbekannte eine Mine an der Straße in die Luft, als ein Fahrzeug der Armee vorbeifuhr. Dabei seien zwei Zivilisten getötet worden, sagte der Sprecher der Hauptstadt-Polizei, Basir Mujahid. Zwei weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein Zivilist.

Die Vereinten Nationen kritisieren die Taliban regelmäßig für den Einsatz von Minen und anderen Sprengsätzen an Straßen. Sie töten jährlich Hunderte Zivilisten. (APA, 8.8.2016)

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