Russland von Paralympics ausgeschlossen

7. August 2016, 17:26
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Internationales Paralympisches Komitee zieht Konsequenzen aus massiven Doping-Anschuldigungen

Rio de Janeiro – Die russischen Behindertensportler sind wegen massiver Doping-Verstöße von den Paralympischen Spielen in Rio (7. bis 18. September) ausgeschlossen worden. Das gab das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Sonntag in Rio bekannt. 278 russische Athleten hatten sich für die Spiele qualifiziert.

Wegen der schweren Doping-Anschuldigungen auch gegen russische Behindertensportler im McLaren-Bericht hatte das IPC ein Ausschlussverfahren gegen den russischen Nationalverband eingeleitet. Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 waren nicht nur Dopingproben von Olympia-Teilnehmern, sondern auch von Paralympics-Startern manipuliert worden. Russland hatte die Nationenwertung überlegen gewonnen.

"Das russische Anti-Doping-System ist gebrochen und korrupt. Es entspricht nicht dem Welt-Anti-Doping-Code und nicht dem Anti-Doping-Code des Internationalen Paralympischen Komitees", sagte IPC-Präsident Philip Craven.

Laut Craven sei vom Team McLarens die Identität von 35 Aktiven mitgeteilt worden, deren Dopingproben in Sotschi manipuliert worden seien. "Insgesamt 45 Dopingproben, die 44 Athleten betreffen, wurden nach derzeitigem Stand ausgetauscht." Der McLaren-Report markiere einen der dunkelsten Momente des Sports, so der Brite weiter.

Mutko: "Unbegreiflich"

Russlands Sportminister Witali Mutko sprach dagegen von einer "unbegreiflichen Entscheidung, jenseits aller Vorstellungsktraft". Er verstehe nicht, sagte Mutko der Nachrichtenagentur Interfax, "auf welcher Basis diese Entscheidung gefallen ist." Mutko sicherte dem Russischen Paralympischen Komitee "volle Unterstützung" zu. ( sid, red 7.8.2016)

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