Kritik an Lokalbetreibern nach Brand bei Party mit 13 Toten

7. August 2016, 15:16
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Der Bürgermeister von Rouen sagte, es seien zu viele Leute auf zu engem Raum gewesen

Rouen – Nach einem Brand mit mindestens 13 Toten bei einer Geburtstagsparty in einem Lokal in der französischen Stadt Rouen wurde Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen der Bar laut. Der Raum sei "ohne Zweifel" zu klein gewesen für die Zahl der Leute, sagte der Bürgermeister von Rouen, Yvon Robert, dem Radiosender "Europe 1".

Die Menschen, die bei dem Brand in der Nacht auf Samstag starben, waren zwischen 18 und 25 Jahre alt. Unter ihnen war auch die Frau, deren Geburtstag gefeiert wurde. Sieben Menschen wurden verletzt. Der Zustand einer Frau war am Sonntag nach Medienberichten noch kritisch.

Verursacht wurde der Brand in der Bar "Au Cuba Libre" laut ersten Ermittlungen von einem Gast, der mit dem Geburtstagskuchen in der Hand gestürzt war, wie die Zeitung "Paris-Normandie" berichtete. Die brennenden Kerzen sollen das Feuer entfacht haben.

Schlimmster Brand seit 2005

Präsident François Hollande versprach, dass alles getan werde, um die Ursache für den Brand zu klären. In einer Mitteilung erklärte er den Familien der Opfer seine Solidarität und sein Mitgefühl. Bürgermeister Robert sprach von einem "entsetzlichen menschlichen Drama". Premierminister Manuel Valls äußerte "tiefe Trauer". Der Brand ist der schlimmste in Frankreich seit 2005.

Auch mit Blick auf die Terroranschläge in den vergangenen Monaten in Frankreich hatten die Sicherheitsbehörden schnell betont, dass Ursache für den Brand wahrscheinlich ein Unfall war. In dem Ort Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen war es erst vor wenigen Tagen zu einem Anschlag auf eine Kirche gekommen. Terroristen hatten den 85-jährigen Priester der Gemeinde brutal ermordet. (APA, 7.8.2016)

  • Polizei und Feuerwehrleute inspizieren den Ort des Geschehens.
    foto: apa/afp/matthieu alexandre

    Polizei und Feuerwehrleute inspizieren den Ort des Geschehens.

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