Pokémon Go: Künftig hartes Vorgehen gegen Dritt-Karten und Hacker

6. August 2016, 10:30
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API wurde abgeändert – Anwälte meldeten sich bei mindestens einem Entwickler

Pokémon-Go-Entwickler Niantic Labs will fortan härter gegen Spielehilfen wie Pokévision oder andere Hacks vorgehen. Dies gab das Unternehmen in einem Blog-Post bekannt. Konkret soll sich der Start in Lateinamerika durch besagte Lösungen verzögert haben, weil diese für eine ungewöhnliche Serverlast gesorgt haben sollen. Um dem entgegenzuwirken wurden Änderungen an der API vorgenommen, die fortan Zugriffe außerhalb des Spiels verweigert. Mit Erfolg, wie die Entwickler aufgrund deutlich verringerter Standort-Abfragen bestätigen.

PokéVision: Elf Millionen tägliche Nutzer

Genaue Zahlen wurden von dem Unternehmen nicht genannt. PokéVision soll bis zu 50 Millionen Unique User verzeichnet haben, elf Millionen Nutzer verwendeten das Service sogar täglich, bis Niantic Labs einschritt. Durch die API-Änderung werden ähnliche Hilfestellungen wohl in Zukunft nicht mehr verfügbar sein. Sollte trotzdem jemand einen Weg finden, alle Pokémon in der Umgebung anzuzeigen, wird die- oder derjenige wohl bald mit Niantics Anwälten Bekanntschaft machen, wie mindestens ein Fall bereits zeigt.

Ein Schreiben von der Pokémon Go Company an Entwickler.

Anwälte gehen hart gegen Entwickler vor

Ein Entwickler soll die Pokémon-Go-API nachkonstruiert und seine Arbeit auf GitHub veröffentlicht haben. Damit war es etwa möglich Bots zu erstellen, die ohne ein Zutun der User auf Pokémon-Jagd gehen. Über die Sinnhaftigkeit kann gestritten werden, die Pokémon Go Company ging jedoch recht hart gegen den Entwickler vor. Einerseits wurde ihm sämtlicher Zugriff auf das Service verboten, andererseits rechtliche Konsequenzen angedroht, sollte die nachkonstruierte API nicht innerhalb sieben Tagen verschwinden.

User drohen ebenso Konsequenzen

Doch nicht nur Dritt-Entwickler stehen unter genauer Beobachtung, auch User die auf Hacks zurückgreifen, sollen in Zukunft permanent gebannt werden. (red, 06.08.2016)

  • Bei PokeVision wurden sämtliche Pokémon in der Umgebung angezeigt. Niantic Labs ging gegen den Dienst vor, der täglich bis zu elf Millionen User verzeichnen konnte.
    foto: screenshot/webstandard

    Bei PokeVision wurden sämtliche Pokémon in der Umgebung angezeigt. Niantic Labs ging gegen den Dienst vor, der täglich bis zu elf Millionen User verzeichnen konnte.

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