Maler Peter Doig vor bizarrem Kunstprozess

5. August 2016, 16:37
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Kurioser Rechtsstreit: Künstler muss beweisen, dass er Gemälde nicht geschaffen hat

Chicago – Maler Peter Doig soll zu fünf Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt werden, weil er die Urheberschaft für ein Bild ablehnt.

Im Juli ist der kuriose Rechtsstreit bekannt geworden, am Montag beginnt nun in Chicago der Prozess, bei dem der schottische Künstler beweisen muss, dass er ein Gemälde nicht geschaffen hat, etwa durch den Nachweis, dass er zu jener Zeit nicht in einem kanadischen Gefängnis saß.

Denn dort hat der Kläger, ein ehemaliger Gefängnisaufseher, in den 1970er-Jahren einem Insassen ein Bild für 100 Dollar abgekauft, signiert war es aber mit "Peter Doige 76" (mit "e"!). Aufgrund der geleugneten Autorenschaft habe er das Werk nicht wie geplant (Doigs Originale bringen zum Teil Millionenbeträge ein) an eine Galerie verkaufen können. (APA, kafe, 5.8.2016)

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