Doppel Peya/Marach glaubt an die Chance

5. August 2016, 16:15
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Weißrussen Mirnyi/Bury als erste Hürde. Alex Peya: "Sind erfahren genug, alle schlagen zu können"

Rio de Janeiro – Der Wiener Alexander Peya und der Steirer Oliver Marach halten bei Olympia in Rio de Janeiro Österreichs Tennis-Fahnen hoch. Nach der am Donnerstag vorgenommenen Auslosung sehen sich die beiden in einem offenen Doppelfeld wieder, in dem viel möglich scheint. Zum Auftakt geht es für das rot-weiß-rote Duo am Samstag gegen die Weißrussen Max Mirnyi/Aljaxander Bury (2. Partie nach 16.00 Uhr/MESZ).

Martin Gattringer, Trainer von Peya/Marach, kann mit diesem Los ganz gut leben. "Bei diesem Feld ist die Auslosung absolut in Ordnung. Mirnyi und Bury sind zwei gute Servierer mit einen erfahrenen Spieler", bezog sich der Coach auf den 39-jährigen Mirnyi. "Es ist eine 50:50-Partie." Wie es überhaupt in einigen der Doppelmatches um den Einzug ins Achtelfinale keinen klaren Favoriten gibt. "Es kommt viel auf die Tagesverfassung an", sagte Peya.

Das Können der Erfahrung

Der 36-Jährige ist jedenfalls zuversichtlich: "Ich glaube, dass wir erfahren genug sind, dass wir alle schlagen können." Dem stimmte Gattringer zu. "Die beiden haben die ganze Woche lang gut trainiert. Jetzt näher zum Match geht es hauptsächlich darum, Punkte zu spielen." Die beiden rot-weiß-roten Routiniers haben sich recht rasch wieder zusammengefunden. Zwei ihrer Turniersiege haben sie gemeinsam geholt und auch im Davis Cup überzeugt.

Ihr Verständnis erlaubt es ihnen, im Bedarfsfall taktisch zu variieren. Marach: "Auf der Returnseite sind wir flexibel, wir können uns die Returnseite aussuchen. Das klappt eigentlich ganz gut. Wenn etwas nicht so läuft, kann man noch immer wechseln." Für Gattringer liegt der Vorteil da klar aufseiten seiner Schützlinge, denn Mirnyi/Bury ist kein wirklich eingespieltes Duo. Der Betreuer geht davon aus, dass Routinier Mirnyi das Gespann führen wird.

Nervöser Marach

Während es für Peya seine zweiten Spiele sind, ist es Marachs Olympia-Debüt. Dass es 36-jährig für ihn noch geklappt hat, freut den in Panama lebenden Familienvater besonders: "Für mich ist es das einzige Turnier, das ich noch nicht gespielt habe. Es ist super, dass ich da dabei sein darf. Wenn wir so spielen, wie wir uns heuer präsentiert haben, ist vieles möglich." Marach sei nervöser als bei World-Tour-Turnieren, da man auch für Österreich spielt.

Peya kann das gut nachvollziehen. Tennis habe sich auf olympischer Bühne grundsätzlich bereits etabliert, ein Vergleich mit den Grand Slams sei aber schwer zu ziehen. Peya: "Ein Grand Slam ist das Maß der Dinge im Tennis. Olympia wiederum ist eher etwas Einmaliges. Du merkst auch, wenn du am Platz stehst, dass es etwas Anderes ist. Den Unterschied kannst du wahrscheinlich nur beurteilen, wenn du eine Medaille hast." (APA, 5.8.2016)

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