St. Pölten soll Salzburg die Punkte liefern

5. August 2016, 14:57
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Oscar Garcia will seine Spieler nicht entspannen lassen. Bei St. Pölten sind in Causa Wisio/Beichler Spieler bis Montag am Zug

Salzburg/St. Pölten – In der dritten Runde der Fußball-Bundesliga kommt es am Samstag zum ersten Aufeinandertreffen von Meister und Aufsteiger. Red Bull Salzburg empfängt vor heimischen Publikum den SKN St. Pölten, der erstmals auswärts antritt. Salzburg will nach der geglückten Qualifikation für eine europäische Gruppenphase den ersten Saisonsieg. St. Pölten-Coach Karl Daxbacher muss seine Spieler "bremsen".

Die Königsklasse des europäischen Fußballs ist für Trainer Oscar Garcia derzeit aus dem unmittelbaren Blickfeld gerückt. Wie die UEFA-Auslosung am Freitag ergab, trifft seine Truppe im Play-off für die Champions League auf den kroatischen Meister Dinamo Zagreb. "Wir können uns jetzt nicht entspannen. Wir haben vor dem Play-off-Spiel noch zwei schwierige Spiele in der Bundesliga. Wir werden uns darauf konzentrieren und versuchen, sechs Punkte zu holen, und werden nicht den Fehler machen, nur an die Champions League zu denken", sagte der Spanier.

Gute Bilanz

Der erste Gegner am Samstag ist nicht ganz unbekannt. Im Finale des ÖFB-Cups 2014 setzten sich die Salzburger gegen St. Pölten mit 4:2 durch. Von den damaligen Stammformationen sind allerdings nur noch eine Handvoll Spieler (Schwegler, Hinteregger, Ulmer, Soriano, Berisha bzw. Dober, Grasegger, Brandl) dabei. Die Trainer hießen seinerzeit Roger Schmidt bzw. Gerald Baumgartner.

Die Vorgänger der "Bullen" sind in der Bundesliga zu Hause gegen St. Pölten noch unbesiegt. Die einzige Niederlage kassierte Austria Salzburg im August 1993 in der niederösterreichischen Landeshauptstadt, als der spätere Meister mit Konrad, Weber, Pfeifenberger und Co. 0:1 unterlag. Aktuell sind die Salzburger seit 18 Heimspielen ungeschlagen. Die bisher letzte Niederlage kassierte der Serien-Champion am 1. August 2015 gegen Rapid.

Sir Charles nicht unzufrieden

St. Pölten tritt nach zwei Heimspielen erstmals auswärts an. Nach der späten 1:2-Niederlage gegen die Wiener Austria gewannen die Niederösterreicher in der zweiten Runde gegen Admira Wacker 1:0, wobei Daniel Schütz den entscheidenden Treffer erst in der 94. Minute erzielte. "Mit der Ausbeute bin ich zufrieden, drei Punkte aus zwei Spielen sind ganz okay. Gegen die Admira war die Leistung nicht so besonders gut über weite Strecken, das hat mir gegen die Austria fast besser gefallen", urteilte Daxbacher.

Der Niederösterreicher durfte sich unter der Woche über die Rückkehr von Daniel Segovia freuen, der gegen die Admira wegen eines Faserrisses im Hüftbeuger gefehlt hatte. Dass Segovia – wie sein spanischer Landsmann Jonatan Soriano auf der Gegenseite – von Beginn an stürmen wird, wollte Daxbacher nicht versprechen. "Es gibt in der Mannschaft keine Gesetzte", stellte er klar. Nicht einmal Kapitän Lukas Thürauer habe eine Stammplatzgarantie. Gegen die Admira haben sich Innenverteidiger Daniel Petrovic und Goldtorschütze Schütz für weitere Einsätze empfohlen.

Noch keine Neuigkeiten gibt es in der Causa der Spieler Tomasz Wisio und Daniel Beichler, mit denen die sportliche Leitung nicht mehr plant. Wisio trainiere trotz einer einstweiligen Verfügung, St. Pölten müsse ihn wieder bei den Profis eingliedern, weiter mit der zweiten Mannschaft, berichtete Daxbacher. Beichler sei verletzt. Am Montag gab es einen Vergleichsvorschlag seitens der Bundesliga. Bis kommenden Montag hätten die Spieler Zeit, dem Angebot St. Pöltens zur Vertragsauflösung zuzustimmen. Falls sie das nicht tun, wird es laut der Fußballer-Gewerkschaft VdF "richtig ernst für St. Pölten". (APA, red, 5.8.2016)

FC Red Bull Salzburg – SKN St. Pölten (Samstag, 18.30 Uhr, Red Bull Arena, SR Heiß). Bisher noch keine Begegnung in der Bundesliga

Salzburg: Walke – Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer – Laimer, Bernardo, Berisha – Wanderson, Soriano, Lazaro

Ersatz: Stankovic – Stangl, Sörensen, Lainer, Samassekou, Dabbur, Reyna

Es fehlen: Rzatkowski (Oberschenkel), Yabo, Prevljak, Upamecano (alle Knieverletzung), Miranda, Leitgeb (beide Knöchelverletzung), Minamino, Hwang (bei ihren Olympia-Teams)

St. Pölten: Riegler – Dober, Huber, Petrovic, Grasegger – Stec, Brandl, Mader, Schütz – Thürauer – Segovia

Ersatz: Vollnhofer – Parvulescu, Heerings, Ambichl, M. Hartl, Lumu, Luckassen

Es fehlen: Drazan (nach Knieverletzung), Holzmann (nach Kreuzbandriss im Aufbautraining)

  • Der Bulle Valon Berisha will auch in der Bundesliga endlich von der Leine gelassen werden.
    foto: apa/krug

    Der Bulle Valon Berisha will auch in der Bundesliga endlich von der Leine gelassen werden.

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