Admiras Alltag heißt Altach

5. August 2016, 14:52
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"Bundesliga ist größte Herausforderung für uns" – Altach-Trainer Canadi trotz Punktemaximum und Torsperre nicht zufrieden

Maria Enzersdorf/Altach – Admira Wacker Mödling herrscht nach dem Ende der Europacup-Saison wieder volle Konzentration auf die nationale Fußball-Meisterschaft. Gegen den SCR Altach ist die Admira seit fünf Spielen ungeschlagen – und so soll es auch beim ersten Bundesliga-Heimspiel 2016/17 in der BSFZ-Arena sein. Die Vorarlberger verfallen trotz eines historischen Saisonstarts nicht in Euphorie.

In der BSFZ-Arena wird ab nun wieder ausschließlich heimische (Roh-)Kost serviert. In der Bundesliga ist die Admira dank des Sieges gegen Mattersburg in der ersten Runde erfolgreich gestartet, in der Vorwoche verloren die "Panther" allerdings durch ein Tor in der 94. Minute das NÖ-Duell gegen Aufsteiger St. Pölten. Dazu kamen die zwei Niederlagen in der Europa-League-Qualifikation gegen Slovan Liberec.

"Die Bundesliga ist und war immer die größte Herausforderung für uns", stellte Oliver Lederer klar.

Ausfälle

Der Abschied aus Europa ist für Lederer durch einige Punkte erklärbar. So habe gegen Liberec der Spielaufbau nicht so funktioniert wie zuvor, was auch am Wechsel des Torhüters von Jörg Siebenhandl auf Manuel Kuttin gelegen habe. "Der Jörg war mit dem Fuß einfach der Beste in Österreich. Wir müssen Manuel jetzt einfach die Zeit geben, die wir Jörg auch gegeben haben." Auch die Intensität der Zweikämpfe sei europäisch viel höher als in der Bundesliga.

Mit Altach warte nun ein unangenehmer Gegner. "Bei Damir Canadi weiß man in punkto Aufstellung nie, was einen erwartet", sagte Lederer, der mit der Admira gegen die Vorarlberger seit fünf Spielen ungeschlagen ist. "Wobei ich bei den letzten zwei Auswärtssiegen selber bis heute nicht weiß, wie wir da gewinnen konnten, weil Altach sehr dominant aufgetreten ist", sprach Lederer von einem "komischen Zugang", den er persönlich zu Altach habe.

Zu beklagen hat der Trainer den Ausfall von Abwehrchef Markus Wostry, der gegen den SKN die Gelb-Rote Karte sah. Markus Pavic wird nach seiner Zehenverletzung noch länger ausfallen, bei Ilter Ayyildiz sollte eine MR-Untersuchung am Freitag Aufschluss über den Grad seiner Knieverletzung geben. Wegen Adduktorenproblemen fraglich war Maximilian Sax. Mustafa Yavuz und Marcus Maier sind weiterhin im Aufbautraining.

Altach hat die neue Saison mit einem Auftakt nach Maß begonnen. Gegen den Wolfsberger AC und in der Vorwoche gegen Rapid gelangen erstmals zwei Heimsiege – besser sind die Vorarlberger bisher noch nie gestartet. Das Team von Damir Canadi ist neben Leader Austria die einzige Mannschaft, die noch ohne Punkteverlust ist. Zudem kassierten die Rheindörfler in den jüngsten drei Spielen kein Gegentor.

Bis auf Cesar Ortiz, dem der Oberschenkel Probleme bereitet, und Hannes Aigner nach seinem Zehenbruch sind alle Altacher fit. Auch Emanuel Sakic machte die Reise in die Südstadt mit. Die Arbeitsgenehmigung für Neuerwerbung Nicolas Brice Moumi Ngamaleu soll in der kommenden Woche eintreffen, spätestens in zwei Wochen sollte dem ersten Einsatz des Kameruners nichts mehr im Wege stehen. (APA, red, 5.8.2016)

FC Admira Wacker Mödling – SCR Altach (Samstag, 18.30 Uhr, BSFZ-Arena, SR Schüttengruber). Saisonergebnisse 2015/16: 2:1 (a), 1:1 (h), 2:1 (a), 2:1 (h)

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Strauss, Lackner, Posch – Toth, Ebner – Bajrami, Knasmüllner, Spiridonovic – Starkl

Ersatz: Leitner – Blutsch, Sax, Fischerauer, Roguljic, Monschein, Grozurek, Vastic

Es fehlen: Wostry (nach Gelb-Roter Karte gesperrt), Pavic (Zehenverletzung), Ayyildiz (Knie), Yavuz, Maier (im Aufbautraining)

Fraglich: Sax (Adduktoren)

Altach: Lukse – Lienhart, Jäger, Netzer, Zech, Galvao – P. Salomon, Prokopic, Dovedan – Ngwat-Mahop, Harrer

Ersatz: Kobras – Zwischenbrugger, Schreiner, Schilling, D. Luxbacher, Oberlin, Zivotic

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