"Interview mit einem Mörder": Intimes Duell

8. August 2016, 12:08
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Autor Bernhard Aichner präsentiert ein fieses, spannendes Spiel mit ungewissem Ausgang

Max, als Totengräber im Zweitberuf schon aus den vorangegangenen Krimis von Bernhard Aichner bekannt, gerät diesmal in einen Albtraum. Sein Freund Brioni lädt anlässlich der Eröffnung seines Würstelstandes zum Dorffest. Mit Schützen und Pfarrer und allem Drum und Dran. Im Gewühl wird Brioni angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Max glaubt, den Attentäter erkannt zu haben.

Es ist ein älterer Herr mit Wanderstock, ein Pensionist aus Wuppertal, der eine Pistole zückte. Das hat aber nur Max gesehen. Dieser Herr Fink gibt sich harmlos; als Max ihn attackiert, bleibt Fink gelassen. Max, dem armen Verwirrten, kann er doch nicht böse sein, schließlich hat man einen Kranken vor sich, dem man behutsam die Realität erklären muss. Fink begibt sich auf eine Kreuzfahrt und legt es geradezu darauf an, dass Max ihn verfolgt.

Auf dem Schiff eskaliert das intime Duell. Was tut man, wenn einen die ganze Welt für plemplem hält? Ein fieses, spannendes Spiel mit ungewissem Ausgang. So bekommen Kreuzfahrten eine neue Perspektive. (Ingeborg Sperl, Album, 8.8.2016)

  • Bernhard Aichner, "Interview  mit einem Mörder."€ 19,90 / 287 Seiten. Haymon, Innsbruck 2016
    cover: haymon

    Bernhard Aichner, "Interview mit einem Mörder."€ 19,90 / 287 Seiten. Haymon, Innsbruck 2016

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