Rapid gegen Trencin, Austria gegen Rosenborg

5. August 2016, 13:45
174 Postings

Die letzten Hürden auf dem Weg in die Gruppenphase stehen fest. Es sind der slowakische und der norwegische Meister

Nyon – Die nächsten Gegner der österreichischen Vereine um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League stehen fest. Rapid trifft auf den slowakischen Meister Trencin. Die Austria bekommt es mit dem norwegischen Champion Rosenborg Trondheim zu tun. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Spieltermine sind der 18. und 25. August.

Große Nummer

Die Austria ging als gesetzte Mannschaft in die Auslosung. Mögliche weitere Gegner wären AEK Larnaka (CYP), Dinamo Tiflis, Vojvodina Novi Sad (SRB) und Beitar Jerusalem gewesen. "Sie haben vielleicht nicht mehr den Namen wie früher. Aber Rosenborg ist eine große Nummer, von denen, die wir bekommen konnten. Es ist ein schwerer Gegner, aber machbar", sagte Austria-Trainer Thorsten Fink in einer ersten Reaktion.

Rosenborg steht auch heuer in der norwegischen Ganzjahresmeisterschaft an der Spitze. Nach 17 Runden liegt der 23-fache Landesmeister mit 12 Siegen, 4 Remis und nur einer Niederlage souverän voran. In der Qualifikation zur Champions League warf Rosenborg zunächst Schwedens Champion Norrköping aus dem Bewerb (3:1/h, 2:3/a), ehe in der dritten Runde gegen APOEL Nikosia Endstation war. Nach einem 2:1 zu Hause verloren die Norweger auf Zypern mit 0:3, wobei der erste Gegentreffer erst in der 91. Minute fiel.

Da war ja was

Austria traf im Europacup bereits einmal auf Rosenborg. 1993 verloren die Violetten in der 1. Runde des Meistercups auswärts mit 1:3, entschieden das Rückspiel in Wien aber mit 4:1 für sich. Das Tor der Wiener hütete damals der nunmehrige Sportchef Franz Wohlfahrt, bei den Skandinaviern war Kare Ingebrigtsen mit dabei. Der 50-jährige Norweger ist nun Trainer des Double-Gewinners.

"Wir sollten nun ein besseres Auswärtsspiel zeigen als damals", sagte Ingebrigtsen nach der Kunde aus Nyon. Er bezeichnete das Los als akzeptabel, die Chancen stünden 50:50.

Rapid muss nicht so weit

Für Stadtrivalen Rapid geht es in die Slowakei. Rapid-Goalie Jan Novota freut sich auf das Gastspiel in seiner Heimat. "Wir sind froh, dass wir nicht nach Astana oder in die Türkei fliegen müssen (Anm.: FK Astana und Osmanlispor waren mögliche Gegner)", erklärte der 32-Jährige. "Auf der anderen Seite wissen wir aber auch, dass wir einen harten Gegner haben."

Novota hat von Trencin nach eigenen Angaben zuletzt einige Partien gesehen. "Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, die machen nicht hinten zu wie Schodsina", sagte Novota. Der Schlussmann sieht gute Aufstiegschancen für Rapid. "Ich glaube schon, dass wir Favorit sind, aber wir dürfen nicht überheblich sein", warnte Novota.

Ähnlich äußerte sich Sportdirektor Andreas Müller. "Ich denke, dass es machbar ist, doch es bedarf einer Top-Leistung in beiden Spielen. Wenn wir unsere Topform erreichen, ist der Aufstieg möglich, und das ist auch unser großes Ziel", betonte der Deutsche.

Kein Major

Trencin liegt nach drei Runden der aktuellen Saison mit drei Punkten nur an der neunten Stelle. In den beiden vorangegangenen Spielzeiten allerdings holte der 1992 gegründete Club aus der Westslowakei jeweils das Double – zuletzt auch mit dem Ex-Rapidler Stefan Maierhofer, der den Verein im Sommer wieder verließ.

Betreut wird Trencin bereits seit 2013 vom 40-jährigen Slowaken Martin Sevela, der laut Novota ein "Fan des modernen Fußballs" ist. In der zweiten Champions-League-Quali-Runde setzten sich die Slowaken gegen Olimpija Ljubljana dank der Auswärtstorregel durch, danach kam gegen Legia Warschau mit einem Gesamtscore von 0:1 das Aus. (APA, red, 5.8.2016)

ROSENBORG TRONDHEIM (Norwegen):

Gegründet:
1917
Vereinsfarben:
Weiß-Schwarz
Trainer:
Kare Ingebrigtsen(50 Jahre/seit Juli 2014/Vertrag bis Ende 2020)
Stadion:
Lerkendal Stadion (Kapazität 21.166)
Website:
rbk.no
Aktuelle Liga-Platzierung (Jahresmeisterschaft):
Erster mit 40 Punkten nach 17 Runden (12 Siege, 4 Remis, 1 Niederlage)
Liga-Platzierung 2015:
Meister
Bekannteste Spieler:
Mike Jensen (DEN), Jonas Svensson, Mushaga Bakenga
Weg ins EL-Play-off:
Out in 3. CL-Quali-Runde gegen APOEL Nikosia (2:1/h, 0:3/a)
Größte Erfolge:

23 x norwegischer Meister (zuletzt 2015)
9 x norwegischer Cupsieger (zuletzt 2003)
11 x Teilnehmer an Gruppenphase der Champions League (zuletzt 2007)

AS TRENCIN (SLOWAKEI):

Gegründet:
1992
Vereinsfarben:
Rot-Weiß
Trainer:
Martin Sevela (SVK/seit Juni 2013)
Stadion:
Stadion na Sihoti (4.300 Plätze)
Website:
astrencin.sk
Aktuelle Liga-Platzierung:
Neunter mit drei Punkten aus drei Spielen Liga-Platzierung
2015/16:
Meister
Bekannteste Spieler:
Kingsley Madu, Ibrahim Rabiu (beide NGR)
Weg ins EL-Playoff:
2. CL-Quali-Runde gegen Olimpija Ljubljana 4:3 (a), 2:3 (h), 3. CL-Quali-Runde gegen Legia Warschau 0:1 (h), 0:0 (a)
Größte Erfolge:
Meister und Cupsieger 2015, 2016

Alle Paarungen im Überblick:

Austria Wien – Rosenborg Trondheim
AS Trencin – SK Rapid Wien
Fenerbahce Istanbul – Grasshoppers Zürich
FK Astana (KAZ) – BATE Borissow (BLR)
AEK Larnaka (CYP) – Slovan Liberec (CZE)
FC Arouca (POR) – Olympiakos Piräus (GRE)
Dynamo Tiflis – PAOK Saloniki (GRE)
FC Midtjylland (DEN) – Osmanlispor
Ankara Beitar Jerusalem – AS Saint-Etienne
Lokomotiva Zagreb – KRC Genk (BEL)
Vojodina Novi Sad (SRB) – AZ Alkmaar (NED)
NK Maribor (SLO) – FK Gabala (AZE)
KAA Gent (BEL) – Schkendija Tetowo (MKD)
Slavia Prag – RSC Anderlecht (BEL)
Basaksehir Istanbul – Schachtar Donezk (UKR)
Astra Giurgiu (ROU) – West Ham United
SönderjyskE (DEN) – Sparta Prag
US Sassuolo (ITA) – Roter Stern Belgrad
Bröndby IF (DEN) – Panathinaikos Athen
IFK Göteborg – Karabach Agdam (AZE)
FC Krasnodar (RUS) – Partizani Tirana
Maccabi Tel Aviv – Hajduk Split (CRO)

  • Der Weg der Wiener Großvereine soll in die Gruppenphase der Europa League führen.
    foto: reuters/gaillard

    Der Weg der Wiener Großvereine soll in die Gruppenphase der Europa League führen.

Share if you care.