VW Passat GTE: Der mit dem Strom schwimmt

12. August 2016, 12:19
163 Postings

Nicht nur ein Feigenblatt: VW ergänzt das Passat-Antriebsaufgebot um eine Plug-in-Hybrid-Variante

Wien – Die Anzeige hinter dem Lenkrad verspricht eine elektrische Reichweite von knapp 50 Kilometer, meist stehen bei vollen Batterien 49 Kilometer am Display, und seien es ein paar Kilometer weniger, ist es auch egal: Wohnt man in der Stadt, lässt sich der tägliche Weg zur Arbeit (oder jetzt im Sommer vielleicht ins Bad) und zurück locker elektrisch zurücklegen, ehe wir den Passat wieder an das Kabel hängen.

foto: andreas stockinger
Ein Passat ist ein Passat, dass dieser auch elektrisch angetrieben wird, sieht man ihm nicht an. Aber man hört es (nicht).

Und tatsächlich macht mit dem Strom schwimmen im Passat GTE den meisten Spaß, und sollte es wirklich so weit kommen, dass die Reichweite exzessiv ausgereizt wurde und der Passat zwangsläufig den Benziner anwirft, dann macht sich fast so etwas wie Wehmut breit; jetzt wird wieder gelärmt und gestunken und Sprit verbrannt.

foto: andreas stockinger

Obwohl: Da gibt es diesen GTE-Schalter, der kombiniert Verbrennungsmotor und Elektroantrieb zu raschest möglichen Vorankommen, und wenn die beiden Antriebsaggregate ergänzend ineinandergreifen, dann geht es echt recht zackig dahin. Die Werte sind durchaus beachtlich: Insgesamt stehen 218 PS zur Verfügung, die Beschleunigung erledigt sich in überraschend kurzen fünf Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt immerhin jenseits der 220 km/h, das sind schon ganz ordentliche Werte, die auch einen Sportwagen schmücken würden, wenn Sie jetzt vielleicht einmal nach hier auf den überaus schnittigen Lexus, der ebenfalls Verbrennung und Elektro kombiniert, blicken wollen.

Ladeluke

Der Passat bleibt dennoch ein Passat, optisch unauffällig, die elektrische Unterstützung sieht man ihm praktisch nicht an, geladen wird von vorne, gleich rechts neben dem Logo ist die Luke.

foto: andreas stockinger

Für den ökologisch bewussten VW-Fahrer ist er Passat GTE eine vernünftige und auch eine erstaunlich sportliche Alternative. Wer Überland und so zwangsläufig auch ohne Strom fährt, kommt allerdings auf gute sieben Liter Verbrauch, und da kann man sich doch fragen, ob der Diesel nicht die schlauere Variante ist. (Michael Völker, 12.8.2016)

Link

Volkswagen

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Artikelbild
    foto: andreas stockinger
  • Artikelbild
    grafik: der standard
  • Artikelbild
    foto: andreas stockinger
Share if you care.